Du hörst die Nachrichten vom Krieg und machst die Tür auf, gehst in den Garten, betrachtest die Vögel, die voller Frühlingsfreude da sind, mit ihren wunderschönen Gesängen. Sie kommen angehüpft, weil sie es vom Winter gewohnt sind gefüttert zu werden. Da spürst du das Vertrauen in das Leben sofort. Du spürst, dass unabhängig von dem, was wir als Menschen gestalten und zerstören, das Leben unbeirrt seinen Gang weitergeht. Darin habe ich ein unendliches Vertrauen. Claus Eurich, Evolve 50, S. 36
Mittwoch, 29. April 2026
Dienstag, 28. April 2026
Vertrauen?
Ohne Vertrauen ist unser Leben von Angst, Misstrauen und Entfremdung gekennzeichnet. Wir leben aber einer Welt, die uns wenig Anlass zum Vertrauen zu geben scheint: Ökologische Zerstörung, gesellschaftliche Polarisierung, kriegerische Konflikte, technologische Endzeitszenarien und so vieles mehr lassen uns an der Möglichkeit zweifeln, das Wahre, Gute und Schöne in der Welt mehren zu können. Was bedeutet Vertrauen in solch einer Zeit? Wo können wir existenzielles, spirituelles Vertrauen finden? Wie können wir einander darin unterstützen? Wo findest du es heute, jetzt?
Montag, 27. April 2026
die Absicht
Wie sollten niemals anfangen, etwas zu tun, ohne Menschen dazu einzuladen, gemeinsam herauszufinden: Wohin gehen wir? Was wollen wir kreieren? Wie soll dieser Ort in naher Zukunft aussehen, damit er unseren Hoffnungen entspricht? Rob Hopkins, Evolve 50, S. 43
Sonntag, 26. April 2026
ein Sprung
Ein Sprung in das Vertrauen wagen, indem wir Vertrauen finden ins Vertrauen selbst, das nicht davon abhängig ist, ob die Dinge sich so entwickeln, wie wir es wünschen. Thomas Steiniger, Evolve 50, im Editorial von Mike Kauschke
Samstag, 25. April 2026
Unterschied
Der Unterschied zwischen Vergnügen und Freude. Vergnügen ist kurzfristig, es kommt von aussen, es braucht einen Reiz. Zucker, Alkohol, shopping ….. diese Dinge bringen ein kurzes Vergnügen und dann ist es vorbei. Danach braucht es einen neuen Reiz, das Gehirn gewöhnt sich daran. Es braucht immer mehr. Das ist dann Sucht.
Freude ist ein Zustand, der von innen kommt, sie kann grundlos sein, sie kann in der Stille entstehen. In der Einfachheit, im Nichts. Freude ist nachhaltig und ein Zustand. Sie braucht keinen äusseren Reiz. Sie nährt, statt zu erschöpfen.
Vergnügen ist wie Fast Food für das Gehirn. Es schmeckt gut und nährt nicht. Freude ist wie ein vollwertiges Mahl.
G. Hüther
Freitag, 24. April 2026
Selbstmitgefühl
Bedeutung von Selbstmitgefühl: Selbstkritik ist Gift für das Gehirn. Sie verdienen mit Güte behandelt zu werden, sanft und liebevoll. Innerer Dialog beobachten, sprechen sie freundlicher mit sich. Ich bin nicht dumm, sondern ich habe einen Fehler gemacht. Annehmende Haltung einladen.
G. Hüther
Donnerstag, 23. April 2026
Hoffnung
Bedeutung von Hoffnung: Sie ist das Vertrauen ins Leben. Sie fördert positive Emotionen und Belohnungszentren. Hoffnung ist nicht naiver Optimismus. Sie ist das Vertrauen, dass sie mit allem umgehen können, was kommt. Das sie einen Weg finden, dass das Leben sie trägt.
G. Hüther
Dienstag, 21. April 2026
Authentizität
Bedeutung von Authentizität: Masken tragen – diese Inauthentizität ist erschöpfend für uns. Zeige dich. Es braucht Mut auch abgelehnt zu werden. Es ist jedoch der einzige Weg zu echter Freude.
Es kommen ein paar Hinweise in den nächsten Tagen bezüglich Gehirngesundheit von Gerald Hüther
Montag, 20. April 2026
Intelligenz und Bewusstsein
Christof Koch,: Intelligenz und Bewusstsein sind zwei unterschiedliche Aspekte des Lebens.
Wir sind umgeben von Systemen, die mit bemerkenswerter Geschicklichkeit schreiben, analysieren, zusammenfassen und generieren. Weil sie so leistungsfähig sind, gehen viele davon aus, dass Intelligenz gleichbedeutend mit Bewusstsein ist. Doch Koch zieht eine klare Grenze:
Intelligenz gehört zum Handeln – sie lernt, passt sich an, löst Probleme.
Bewusstsein gehört zum Sein – es ist die gefühlte Realität der Erfahrung selbst, die innere Tatsache des Lebendigseins. Reflexion. Präsenz. Selbstbewusstsein. Die unermessliche Tiefe des Innenlebens.
Sonntag, 19. April 2026
Mitgefühl
Mitgefühl ist keine Empathie und es entsteht nicht aus Mitgefühl für einen anderen. Mitgefühl entsteht, wenn sich die Illusion des „Anderen“ auflöst
– wenn das Leben sich selbst in einer anderen Form erkennt.
Samstag, 18. April 2026
Die Bäume
Immer sind es Bäume,
Die mich verzaubern.
Aus ihrem Wurzelwerk schöpfe ich
die Kraft für mein Lied.
Ihr Laub flüstert mir
Grüne Geschichten.
Jeder Baum ein Gebet
Das den Himmer beschwört.
Grün die Farbe der Gnade.
Grün die Farbe des Glücks.
Rose Ausländer
Freitag, 17. April 2026
April
April
Die Blume schweigt.
Rosafarben ist dieser Frühling.
Ohne zu denken, spielt die Musik des Windes
In den Kiefern
Ihre wunderschöne Melodie
Schinjinmei, Zen-Texte von Meister Sosan, 606 v. Chr
Donnerstag, 16. April 2026
Wiesengrün, blühende Bäume
Wiesengrün, blühende Bäume
Kennen Sie dies auch so besonders: ein gegen Abend eingedeckter Himmel, Wiesengrün, blühende Bäume, halb davor, halb in grauer, lautloser Luft? Für mich gehörts zum Unvergesslichsten: blühende Bäume ohne Sonne bei nahendem Regen, von dem schon einzelne Vogelstimmen vorhersagen, wie er sein wird. Ach wenn mirs doch noch einmal so im Innern würde, wie’s dann in der Natur ist, nicht einmal hell, aber still und zukünftig.
Rainer Maria Rilke an Marie von Thun und Taxis im April 1912
Mittwoch, 15. April 2026
Die eine Rose
Die eine Rose überwältigt alles,
Die aufgeblüht ist aus dem Traum.
Sie rettet uns vom Grund des Falles.
Schafft um uns einen reinen Raum,
in dem nur wir sind und die Rose.
Und das Gesetz, das sie erweckt.
Und Tage kommen, reuelose.
Vom Licht der Rose angesteckt.
Eva Strittmatter
Dienstag, 14. April 2026
Wildgänse
Du musst nicht brav sein.
Du musst nicht auf deinen Knien
Hundert Meilen durch die Wüste rutschen und bereuen.
Du musst nur das sanfte Tier deines Körpers,
Lieben lassen, was es liebt.
Erzähl mir von Verzweiflung, von deiner,
Und ich erzähl dir von meiner.
Gleichzeitig dreht sich die Erde weiter.
Gleichzeitig
Ziehen die Sonne und die klaren Kiesel des Regens über die Landschaften,
über die Steppen und die tiefen Wälder,
die Berge und die Flüsse.
Gleichzeitig ziehen die Wildgänse,
hoch in der klaren blauen Luft,
wieder Richtung Heimat.
Wer du auch bist, ganz gleich wie einsam:
Die Welt bietet sich deinem Inneren an,
Ruft dich, wie die Wildgänse, rau und erregend –
Verkündet wieder und wieder deinen Platz
In der Familie des Lebens.
Mary Oliver
Deutsch von Martin Bonensteffen
Samstag, 4. April 2026
Ich denke, der nächste Buddha wird eine Gemeinschaft sein und kein Individuum
Freitag, 3. April 2026
Donnerstag, 2. April 2026
Gegen den Egoismus
„Lernen, wie man denkt, bedeutet eigentlich zu lernen, wie man Kontrolle darüber hat, worauf man achtet."
„Es gibt keinen Punkt im Leben, an dem man nicht wählen kann, wie man etwas interpretiert."
„Die banalsten Situationen können zu echtem Mitgefühl führen – wenn du dich dafür entscheidest."