Freitag, 23. Oktober 2026

Die Dinge sehen, wie sie sind

In seinem Buch über Marc Aurel beschreibt Hadot eine stille, aber wirksame Übung: die Dinge so nüchtern zu beschreiben, wie sie an sich sind, ohne die Werturteile, die wir ihnen anhängen. Marc Aurel nennt den kostbaren Purpurmantel einfach Schafwolle, die mit dem Blut einer Schnecke gefärbt wurde. Es geht darum, das Ereignis selbst von der Geschichte zu trennen, die wir darüber erzählen. Denn ein grosser Teil unseres Leidens wohnt in unseren Urteilen und nicht in den Dingen.

Übung für heute: Nimm eine Situation, die dich heute geärgert oder gekränkt hat.

  • Beschreibe sie in zwei Sätzen so nüchtern wie ein Protokoll. Schreib nur auf, was eine Kamera aufgezeichnet hätte.
  • Notiere darunter, was du hinzugefügt hast, etwa «respektlos», «typisch» oder «unerträglich».
  • Frag dich: Was ist Tatsache, was ist mein Urteil? Und was davon liegt in meiner Macht?

Nach Pierre Hadot, «Die innere Burg. Anleitung zu einer Lektüre Marc Aurels»; Marc Aurel, Selbstbetrachtungen VI,13


Donnerstag, 22. Oktober 2026

Herzliche Einladung zum nächsten „Sinn-Salon“ des Netzwerkeins am Freitag, 6. November, 18.30h


Wir zeigen den Film 


„Awakening Mind - Erwachender Geist“ (Teil 1)


Die preisgekrönte Awakening Mind-Trilogie von Daniel Schmidt, Bill Free und Leif Heinbold führt tief in das Herz der spirituellen Erkenntnis. Verschiedene spirituelle Lehrer*innen sprechen darin über die Themen Bewusstsein/„Erwachen“/Lebenssinn. 


Detailprogramm:

Beginn 18.30h: Ankommen/Begrüssung

18.45h: Film 1. Teil

19.20h: 1. Austauschrunde zu den Filminhalten

19.50h: Film 2. Teil

20.20h: 2. Austauschrunde

21.00h: Gemeinsamer Abschluss


Ort: Sela-Schule, Gartenstadtstr. 7, 3098 Köniz


Keine Anmeldung erforderlich


Wir freuen uns, wenn Du am 6.11. mit dabei bist! Kerngruppe Netzwerkeins

Mittwoch, 21. Oktober 2026

Nur dieser Augenblick

Stoiker und Epikureer, so zeigt Hadot, lehrten beide die Konzentration auf die Gegenwart. Die Vergangenheit ist vorbei, die Zukunft noch nicht da. Nur im Jetzt können wir handeln und nur im Jetzt können wir das Dasein geniessen. Für die Stoiker ist der Augenblick der Ort der Pflicht und der Zustimmung zu dem, was geschieht. Für die Epikureer ist er der Ort der einfachen Freude, zu existieren. Marc Aurel rät, jede Handlung so zu tun, als wäre sie die letzte des Lebens. Gemeint ist das nicht düster, sondern als Einladung, ganz da zu sein.

Übung für heute: Wähle eine alltägliche Tätigkeit, etwa Kaffee zubereiten, jemandem zuhören oder einen Weg gehen. Vollziehe sie so, als wäre es das letzte Mal: ganz, ohne Hast, ohne Nebengedanken. Achte darauf, was sich verändert, wenn der Augenblick genügt.

Nach Pierre Hadot, «Vergiss nicht zu leben. Goethe und die Tradition der geistigen Übungen»; Marc Aurel, Selbstbetrachtungen II,5


Dienstag, 20. Oktober 2026

Aufmerksamkeit

Die Grundhaltung des stoischen Philosophen ist nach Hadot die Aufmerksamkeit, griechisch prosoché. Gemeint ist eine beständige Wachheit für sich selbst und für den gegenwärtigen Augenblick. Wer aufmerksam ist, bemerkt ein Urteil, bevor es zur Reaktion wird. Er lebt nicht im Automatismus, sondern in Geistesgegenwart. Diese Wachheit ist keine Anspannung. Sie ist eine gesammelte Präsenz, in der jeder Moment neu beginnen kann.

Übung für heute: Lege drei feste Momente fest, etwa vor dem Essen, vor dem Öffnen der Mails und beim Heimkommen. Halte jeweils kurz an und frage dich:

  • Was tue ich gerade?
  • Was urteile ich gerade?
  • Passt das zu dem, was mir wirklich wichtig ist?

Dann geh bewusst weiter.

Nach Pierre Hadot, «Philosophie als Lebensform» und «Wege zur Weisheit»


Montag, 19. Oktober 2026

Philosophie als Lebensform

Für Pierre Hadot (1922–2010) war Philosophie in der Antike keine Theorie, die man lernt, sondern eine Art zu leben, die man einübt. Wer sich den Stoikern, Epikureern oder Platonikern anschloss, wählte eine Lebensform. Die Lehrsätze dienten dazu, den Blick auf die Welt zu verwandeln und das eigene Verhalten zu ändern. Die Mittel dazu nannte Hadot «geistige Übungen»: Aufmerksamkeit, Meditation, Selbstprüfung, das Einüben von Gelassenheit. Sie betreffen nicht nur das Denken, sondern den ganzen Menschen.

Daraus folgt eine unbequeme Frage: Was von dem, was ich weiss und gelesen habe, wirkt tatsächlich in meinem Alltag?

Übung für heute: Wähle einen einzigen Satz, der dir wichtig ist, zum Beispiel Epiktets «Nicht die Dinge selbst beunruhigen uns, sondern unsere Urteile über die Dinge». Schreib ihn am Morgen auf. Ruf ihn dir dreimal am Tag bewusst in Erinnerung, besonders in einer schwierigen Situation. Schau am Abend: Wo hat er etwas verändert?

Nach Pierre Hadot, «Philosophie als Lebensform. Geistige Übungen in der Antike»


Samstag, 17. Oktober 2026

Der Geliebte

Dann kommt deine Zeit wenn der Geliebte einen nicht mehr verlässt; wo auch immer man hingeht, er immer ist an deiner Seite und seine Gegenwart des ständig spürbar…. Bäume, Kräfte, das Wasser und das Land, alles ist der Geliebte, und nur Er. Śri Anandamaî

Freitag, 16. Oktober 2026

Freier Wille

Es gibt einen freien Willen und die Möglichkeit, sich zu verändern. Freier Wille ist Achtsamkeit; durch die Achtsamkeit wissen wir, was wir denken, sagen und tun. Wenn es uns gefällt, fahren wir so fort. Wenn es uns nicht gefällt, sind wir frei, anders zu handeln. Tich Nath Hanh, Zen und die Kunst, die Welt zu retten, S.51, Heyne Verlag

Donnerstag, 15. Oktober 2026

Verletzlichkeit

Aber diejenigen, die sich ihrer eigenen Verletzlichkeit nicht bewusst sind, die sich als übermütig, gewappnet und unverwundbar präsentieren, opfern die Essenz dessen, was sie sowohl menschlich wie auch schön macht. Die Verletzlichkeit ist es, die uns ermöglicht, miteinander in Kontakt zu treten und im anderen das gleiche Unbehagen zu erkennen, dass er mit sich selbst und seinem Platz in der Welt hat. Verletzlichkeit ist der Motor des Mitgefühls und kann eine Superkraft sein, eine besondere Vision, die es uns ermöglicht, die zitternde und verletzte innere Welt zu sehen, welche die meisten von uns besitzen. Nick Cave

Mittwoch, 14. Oktober 2026

Nirvana und Samsara

Wenn du volle Aufmerksamkeit schenkst, ist alles Nirvana, aber wenn du deine Aufmerksamkeit auch nur für eine Sekunde verlierst, beginnt überall wieder Samsara. Christopher M. Bache

Dienstag, 13. Oktober 2026

Bedingungslos

Wenn ich bereit bin, Einsamkeit zu erleben,

Entdecke ich Verbindung überall.

Wenn ich mich der Angst zuwende,

Treffe ich den Krieger, der in mir lebt.

Wenn ich mich meinem Verlust öffne,

Spüre ich die Umarmung des Universums.

Wenn ich mich der Leere hingebe,

Finde ich endlose Fülle.

Jeder Zustand, von dem ich fliehe,

verfolgt mich.

Jeder Zustand, den ich willkommen heisse,

Verwandelt mich.

Und wird selbst verwandelt,

In seine strahlende edle Essenz

 

Jennifer Welwood

Montag, 12. Oktober 2026

Erforschung von Bewuwusstsein

Bevor du loslegst, gehört die Reise dir. Nachdem du losgelegt hast, gehörst du der Reise. Malidoma Somé, The Healing System of Africa.

Sonntag, 11. Oktober 2026

Alles und Nichts sein

Weisheit sagt mir, dass ich nichts bin. Liebe sagt mir, dass ich alles bin. Zwischen den beiden fließt mein Leben.

Rumi



Samstag, 10. Oktober 2026

7. Reibung als Schöpfungskraft

Wenn wir aufhören, den Widerstand, d.h. die unangenehme Spannung als Feind zu betrachten und diese Reibung innerlich bewusst energetisch geschehen lassen (es braucht ca. 90 Sekunden bei alltäglichen Situationen) fliesst die blockierte Energie wieder. Das ist der Moment, in dem wir die Reibung nicht mehr nur aushalten, sondern sie als befreite Schöpfungskraft erkennen. 

Madeleine  

PS: 
Falls du mehr über den neuro-biologischen Prozess dazu erfahren möchtest: 

Kurz und bündig:

  • Wenn ein innerer Sturm aufzieht, will das limbische System die Spannung sofort loswerden – durch Angreifen, Flüchten oder Betäuben (Aktionismus).
  • Wenn der Neokortex überbordet, versucht er den Sturm wegzuanalysieren oder starr zu kontrollieren (Unterdrückung).
  • Dieser Ansatz nutzt den Neokortex stattdessen wie einen Blitzableiter: Er analysiert nicht, sondern er hält den Raum. Er ist der unbewegliche spürende Zeuge, der dem Sturm erlaubt, in voller Stärke durch den Körper zu fegen, ohne dass das System kollabiert. In ca. 90 Sekunden legt sich der Sturm der inneren Spannenden/Reibung. 
Etwas ausführlicher /  KI unterstützt: 
Das Aushalten von Spannung ist für den Neokortex – und insbesondere für dessen vordersten Teil, den Präfrontalen Kortex – aus einem einfachen evolutionären und biologischen Grund absolut überlebenswichtig: Er benötigt diese Reibung, um überhaupt die neuronale Führung im Gehirn zu übernehmen. 
Das Gehirn arbeitet nach einem dualen System, bei dem der Neokortex permanent in einem energetischen Wettkampf mit den älteren, tiefer liegenden Hirnarealen steht. 
Hier ist die neurobiologische Erklärung, warum die "Spannung" der Treibstoff für den Neokortex ist:

1. Das evolutionäre Vetorecht

Das emotionale Zentrum des Gehirns (Limbisches System mit der Amygdala und dem Nucleus accumbens) reagiert blitzschnell und verlangt nach sofortiger Befriedigung („Süsses essen!“, „Ablenkung suchen!“, „Flüchten!“). Dieser evolutionär alte Schaltkreis kostet das Gehirn kaum Energie.
Der Präfrontale Kortex ist das Kontrollzentrum. Seine Aufgabe ist es, Impulse zu unterdrücken, langfristig zu planen und logisch abzuwägen. 
  • Warum es Spannung braucht: Die „Spannung“ oder Frustration, die wir spüren, ist das physische Signal, dass der Präfrontale Kortex gerade versucht, das Limbische System zu überstimmen.
  • Geben wir dem Impuls sofort nach (z. B. Griff zum Handy), gewinnt das Limbische System. Erst wenn wir die Spannung aushalten, feuern die inhibitorischen (hemmenden) Nervenbahnen des Neokortex lang genug, um die unbewussten Impulse dauerhaft zu kontrollieren. 

2. Das Gesetz der synaptischen Plastizität („Use it or lose it“)

Das Gehirn ist extrem ökonomisch gebaut. Nervenbahnen, die nicht intensiv genutzt werden, baut es radikal ab (synaptisches Pruning).
  • Der "Easy-Mode": Wenn wir durch die digitale Welt wandern, in der jeder Wunsch sofort erfüllt wird, wird der Neokortex umgangen. Das Gehirn läuft auf dem primitiven Reiz-Reaktions-Automatismus.
  • Der "Kreativ-Mode": Wenn wir eine Frage nicht sofort googeln oder ein unangenehmes Gefühl der Langeweile aushalten, entsteht eine kognitive Lücke. Der Neokortex wird gezwungen, selbst aktiv zu werden. Er muss im Gedächtnis nach Informationen suchen, logische Brücken bauen und synaptische Verbindungen knüpfen. Nur durch diese Anstrengung – die sich als Frustration oder Spannung anfühlt – wachsen und verdichten sich die grauen Zellen im Neokortex, das geschieht vermutlich auch bei der gegenstandslosen Meditation. 

3. Die Kalibrierung des Dopamin-Systems

Dopamin ist das Molekül der Antizipation und Motivation, nicht des reinen Vergnügens. Es schüttet sich aus, wenn wir eine Belohnung erwarten. 
  • Erhält das Gehirn ständig sofortige Belohnungen ohne Arbeit (Dauerberauschung), stumpfen die Dopaminrezeptoren ab. Der Neokortex verliert seine Motivationsbasis, weil er für langfristige Ziele keine neurochemische Energie mehr bekommt.
  • Wenn wir die Spannung des Wartens aushalten, schüttet das Gehirn Dopamin kontrolliert und über einen längeren Zeitraum aus (sogenanntes Ramping im Belohnungssystem). Dies schützt die Rezeptoren vor einer Desensibilisierung und sorgt dafür, dass wir überhaupt noch tiefe, nachhaltige Freude an komplexen Aufgaben (wie dem Lösen eines schwierigen Problems oder dem Erschaffen von Kunst, etc.) empfinden können. 

Zusammenfassung

Der Neokortex ist wie ein hochmoderner Hochleistungsrechner, der aber im Standby-Modus bleibt, solange der primitive "Überlebens-PC" (das Limbische System) alle Aufgaben mit schnellen Kicks erledigt. Die Spannung auszuhalten ist das Hochfahren des Neokortex. Ohne dieses bewusste Ertragen von Unbehagen degeneriert unsere Fähigkeit zu tiefem, ganzheitlichem Denken und wir werden rein reaktive Wesen. 
Indem wir die Spannung körperlich wahrnehmen und fühlen, ohne sie im Aussen auszuagieren, innerlich wegzudrücken oder mental zu analysieren, lösen wir auch das Dilemma des überbordenden Neokortex, das gibt es eben auch - und führt zum sogenannten Spiritual Bypassing - weil die „Wachheit“ mental bleibt und von der leiblichen Ganzheit abgespalten ist. 




Freitag, 9. Oktober 2026

6. Der Schmerz des Wachstums

Wir glauben oft, ein kreativer oder schöpferischer Prozess müsse sich von Anfang an leicht und fliessend anfühlen. Doch jeder, der schon einmal etwas Neues in die Welt gebracht hat, kennt die Phasen des Zweifels und der inneren Unruhe. Es ist die psychologische Reibung zwischen dem Ist-Zustand und der noch unfertigen Vision. Diese Unzufriedenheit ist kein Fehler im System, sondern der Motor des menschlichen Geistes. Sie spornt uns an, über uns hinauszuwachsen. Ohne diesen inneren Leidensdruck gäbe es keine Kunst, keine Innovation und keine echte Veränderung. Der Schmerz des Suchens ist der Vorbote des Findens.

Donnerstag, 8. Oktober 2026

5. Widerstand baut Substanz

Unser eigener Körper flüstert uns diese Wahrheit jeden Tag zu. Biologisches Wachstum basiert vollständig auf dem Prinzip von Reiz und Widerstand. Ein Muskel wächst nicht beim Ausruhen, sondern wenn er durch Gewicht beansprucht wird und kleinste Mikrorisse in den Fasern entstehen. Unsere Knochen gewinnen erst durch die mechanische Belastung des Gehens an Dichte. Sogar das Immunsystem verkraftet keine sterile Keimfreiheit – es braucht die Reibung mit Krankheitserregern, um resilient und stark zu werden. Ohne diesen permanenten somatischen Widerstand degeneriert das Leben. Vitalität ist eine Antwort auf Beanspruchung.




Mittwoch, 7. Oktober 2026

3. Der Funke im Widerspruch

In sozialen Netzwerken und Gemeinschaften suchen wir instinktiv nach Gleichgesinnten. Das ist bequem, führt aber oft zu einer Echokammer des Immergleichen. Wenn alle nicken, schläft der Geist ein. Erst im echten Austausch mit dem Anderen, dem Unbequemen, springt der Funke über. Ein produktiver Streit oder eine gegensätzliche Meinung sind kein Angriff auf den Frieden, sondern eine Einladung zur Schärfung der eigenen Gedanken. Schöpfung im Dialog braucht die Reibungsfläche des Widerspruchs. Erst wenn zwei unterschiedliche Ansichten aufeinandertreffen, entsteht das dritte, völlig neue Element.

Montag, 5. Oktober 2026

2. Die kosmische Reibung

Das Universum kennt keine Schöpfung ohne extremen Widerstand. Sterne werden nicht in sanfter Stille geboren; sie entstehen, wenn gigantische Gas- und Staubwolken unter unvorstellbarem Druck kollabieren. Es braucht die Reibung der Teilchen, die enorme Hitze und die Gravitation, um ein neues Licht am Nachthimmel zu entzünden. Wenn wir uns gegen die Widerstände des Lebens wehren, wehren wir uns gegen ein kosmisches Urprinzip. Energie und Wärme entstehen erst dort, wo Welten aufeinanderprallen. Reibung ist die physikalische Geburtsstunde von allem, was leuchtet.



Sonntag, 4. Oktober 2026

1. Reibung - Treibstoff für die Evolution

Wir alle sehnen uns nach Frieden, Harmonie und einem Leben, das glattläuft. Oft verwechseln wir dabei Gelassenheit mit der Abwesenheit von Widerstand. Reibung wird in unserem sozialen Kontext fast immer negativ bewertet – als Störung, Konflikt oder Defekt. Doch diese künstliche Reibungslosigkeit ist ein Trugschluss. Wo sich nichts reibt, bewegt sich nichts; es entsteht ein steriler Stillstand. Wenn wir das begreifen, ist Reibung kein Zeichen von Scheitern, sondern das erste, unüberhörbare Lebenszeichen von Entwicklung.

Samstag, 3. Oktober 2026

…denn wir werden mit den Bäumen zurückwachsen in die Wurzeln, mit den Strömen umkehren zum Berg, mit den Steinen weich werden im Feuer und endlich erzählen können, was wir sein wollten Peter Härtling

Freitag, 2. Oktober 2026


„Alles Vollkommene in Wort und Tat stammt aus der Tiefe ewigen Schweigens“

Sri Aurobindo
(Webseite IFIS)

Donnerstag, 1. Oktober 2026

“Du spielst eine grössere Rolle als Du denkst!“

Karen O’Brien (Webseite IFIS)

Mittwoch, 30. September 2026

„Für jedes komplexe Problem gibt es eine Antwort, die klar ist, einfach - und falsch“

(Webseite IFIS)

Dienstag, 29. September 2026

“Verzweiflung ist ein Versagen der Vorstellungskraft“

(Webseite IFIS)

Montag, 28. September 2026

Sonntag, 27. September 2026

„Wir ertrinken in Informationen während wir hungern nach Weisheit“

Gefunden auf der Webseite des inspirierenden IFIS (Institut für integrale Studien) 


Freitag, 25. September 2026

unsere Seele

The human soul does not want to be advised or fixed or saved.
It simply wants to be witnessed – to be seen, to be heard and companioned
exactly as it is.

 

P. Palmer

Die menschliche Seele möchte weder beraten noch „repariert“ noch gerettet werden.

Sie möchte einfach nur wahrgenommen werden – gesehen, gehört und begleitet, genauso, wie sie ist.

Donnerstag, 24. September 2026

lles ist Beziehung - das Herz der Demokratie

Alles ist Beziehung. Jede wirtschaftliche Entscheidung ist Beziehung. Führung ist Beziehung. Bildung ist Beziehung. Frieden ist Beziehung. Politik ist Beziehung. Wo Beziehungen gelingen, wächst Vertrauen. Wo Vertrauen wächst, wird gemeinsames Gestalten möglich. Was wir Demokratie nennen, entsteht aus der Qualität der Beziehungen, die Menschen miteinander gestalten. Dort entscheidet sich, ob Vertrauen wächst oder Misstrauen. Ob Kooperation gelingt oder Polarisierung zunimmt. Ob Unterschiedlichkeit trennt oder zu einer gemeinsamen Intelligenz wird.

 

Erfahrung aus der Gemeinschaft Schloss Tempelhof in Deutschland, Bericht im Ze!tpunkt

Mittwoch, 23. September 2026

hören

Wenn du hörst, machst du dir und der Welt ein grosses Geschenk: du stellst Verbindung her. Du hörst, was um dich vor sich geht. Du hörst, was in dir passiert. Schon ein kleines Innehalten und „aufhorchen“, und du bist da, verbunden mit der Welt, deinem Körper, deinem Herz und dem Herz des Universums.

Dienstag, 22. September 2026

sich dem Unbekannten öffnen, damit die Zukunft sich zeigen kann

«Zwischenzeit, das ist besser als Endzeit, aber sie fühlt sich fast genauso an wie diese. Denn wir ahnen zumindest, was hier zu Ende geht, aber wissen nicht, was beginnt. Die Metakrisen unserer Zeit haben inmitten all ihres Chaos, ihrer ganz Dynamik auch etwas zum Stillstand gebracht - es herrscht ein kollektives Herzrasen, der Atem stockt. In diesem rasenden Stillstand liegt es auch an uns, an unserer Kraft, sich dem Unbekannten zu öffnen, innerlich zu wachsen, damit die Zukunft sich zeigen kann.»

(Evolve, Heft 33, Februar bis April 2022, S. 28)

Sonntag, 20. September 2026

Bewusstheit für unser Bewusstsein

Bewusstsein – das besitzen wir alle.

Bewusstheit für unser Bewusstsein – das besitzen wir noch viel zu wenig.

Die Strukturen unseres Bewusstseins beginnen wir erst zu verstehen.

Die Welten unseres Bewusstseins können wir erleben und weiter erforschen.

Die Reichweite unseres Bewusstseins kennen wir nicht, sie ist offen.

Das ist das Wunderbare an unserem Bewusstsein.


Joachim Galuska in seinem neuen Buch „Die Seele des Psychotherapeuten"

Samstag, 12. September 2026

Ignoranz


Die grundlegendste Form der Aggression besteht darin, in Unwissenheit zu verharren, weil wir nicht den Mut aufbringen, ehrlich und wohlwollend auf uns selbst zu blicken.

 

Pema Chödrön

Freitag, 11. September 2026

Sich verlieren


Das Schwierigste für spirituell Suchende ist es, mit dem Kämpfen, Streben, Suchen und Erforschen aufzuhören. Warum? Weil du ohne diesen Kampf nicht weisst, wer du bist.Hörst du damit auf, verlierst du deine Grenzen, du verlierst deine Getrenntheit, du verlierst deine Einzigartigkeit, du verlierst den Traum, den du dein ganzes Leben lang gelebt hast. Schliesslich verlierst du alles, was dein Verstand geschaffen hat, und erwachst zu dem, was du wirklich bist: die Fülle der Freiheit, ungebunden an jegliche Identifikationen, Identitäten oder Grenzen.

 

Adyashanti

Donnerstag, 10. September 2026

sich und die Welt befrieden

 

Rumi fragte Shams: «Wie hast du schliesslich Frieden gefunden?»

 

Shams antwortete: «Ich habe mir vorgenommen, mich selbst zu beruhigen, nicht die Welt um mich herum. Und dann geschah ein Wunder – auch die Welt um mich herum wurde ruhig.»

 


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Mittwoch, 9. September 2026

bleiben und lernen

Lass dich von den Schwierigkeiten verändern.

Und das wird auch geschehen.

Meiner Erfahrung nach brauchen wir einfach nur Hilfe dabei, zu lernen, wie man nicht davonläuft.

 

Pema Chödrön

 

 


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Dienstag, 8. September 2026

sehen

 

Wir sehen die Dinge nicht,

weil wir uns Meinungen darüber bilden,

was wir sehen.

 

Jiddu Krishnamurti

 


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Montag, 7. September 2026

Raum geben

 

Wir glauben, es gehe darum, die Prüfung zu bestehen oder das Problem zu bewältigen, aber in Wahrheit werden die Dinge nicht wirklich gelöst.

Sie fügen sich zusammen und fallen wieder auseinander. Dann fügen sie sich wieder zusammen und fallen erneut auseinander …

Die Heilung entsteht dadurch, dass man all dem Raum gibt, sich zu entfalten: Raum für Trauer, für Erleichterung, für Elend, für Freude.

 

Pema Chödrön

 


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Sonntag, 6. September 2026

auf dem Weg sein

 

Wir befinden uns immer in einer bestimmten Stimmung. Das kann Traurigkeit sein, es kann Wut sein, es kann auch kaum etwas sein, nur eine Art Unschärfe. Es kann Humor oder Zufriedenheit sein. Wie dem auch sei, was auch immer es ist – das ist der Weg.

 

Wenn uns im Leben etwas schmerzt, betrachten wir es normalerweise nicht als unseren Weg oder als Quelle der Weisheit. Tatsächlich glauben wir, dass der Grund, warum wir uns auf dem Weg befinden, darin besteht, dieses schmerzhafte Gefühl loszuwerden. Auf diese Weise pflegen wir naiv eine subtile Aggression gegen uns selbst.

 

Tatsache ist jedoch: Jeder, der die Momente, Tage und Jahre seines Lebens genutzt hat, um weiser, gütiger und in der Welt zu Hause zu werden, hat aus dem gelernt, was gerade jetzt geschieht. Wir können danach streben, im Hier und Jetzt gütig zu sein, uns zu entspannen und unser Herz und unseren Geist für das zu öffnen, was gerade in diesem Moment vor uns liegt. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt. Wenn es überhaupt eine Möglichkeit zur Erleuchtung gibt, dann ist es genau jetzt, nicht irgendwann in der Zukunft.

 

Pema Chödrön

 


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Samstag, 29. August 2026

Die Entscheidung, zu lieben




In dem Moment, in dem wir uns entscheiden zu lieben, beginnen wir unseren Weg in die Freiheit, beginnen wir, auf eine Art zu handeln, die für uns und andere befreiend ist. 


Bell Hooks


Montag, 24. August 2026

Die leidenschaftliche Sehnsucht des menschlichen Herzens

 Die leidenschaftliche Sehnsucht des menschlichen Herzens bestand schon immer darin, die Grenzen des Bekannten zu überschreiten, die Begrenzungen unseres Verständnisses zu durchbrechen und den Horizont des Bewusstseins zu erweitern. Dies ist vielleicht unsere grundlegendste und wesentlichste Freiheit. Anne Baring, the Dream of the Cosmos

Sonntag, 23. August 2026

Bedingungslos

    Wenn ich bereit bin, Einsamkeit zu erleben,

Entdecke ich Verbindung überall.

Wenn ich mich der Angst zuwende,

Treffe ich den Krieger, der in mir lebt.

Wenn ich mich meinem Verlust öffne,

Spüre ich die Umarmung des Universums.

Wenn ich mich der Leere hingebe,

Finde ich endlose Fülle.

Jeder Zustand, von dem ich fliehe,

verfolgt mich.

Jeder Zustand, den ich willkommen heisse,

Verwandelt mich.

Und wird selbst verwandelt,

In seine strahlende edle Essenz.

 

Jennifer Welwood

Samstag, 22. August 2026

7. Ermutigen wir uns gegenseitig

Ja, ich will – PURA VIDA❣️


Ich bleibe dran,

so dicht wie möglich,

so verletzlich wie nötig –

damit ich mit dir staunen kann.


Madeleine 






Freitag, 21. August 2026

6. Ermutigen wir uns gegenseitig

Wir wissen alle, was notwendig ist: 

R E D U K T I O N .

Entlasten wir die Erde und uns selbst vom Ballast abgelaufener Bedürfnisse und spüren die vibrierende Energie des sprudelnden Lebens – ES führt unseren einmaligen Tanz. 






Donnerstag, 20. August 2026

5. Ermutigen wir uns gegenseitig

Halten wir den Blick auf alles Heilsame und Verbindende, das im Stillen stetig wächst – auch wenn es vom aktuellen Mainstream-Journalismus nicht gewürdigt wird.




Mittwoch, 19. August 2026

4. Ermutigen wir uns gegenseitig


 Um unsere Ohnmacht und unseren Schmerz im Zusammenhang mit der aktuellen Weltlage zuzulassen, ohne uns im negativen Sog zu verlieren. 




Dienstag, 18. August 2026

3. Ermutigen wir uns gegenseitig

Um zu fühlen, was uns unter der Unruhe 

wirklich bewegt und wohin ES uns ruft. 
Haben wir Vertrauen zu warten. 





Montag, 17. August 2026

2. Ermutigen wir uns gegenseitig

 Um die aktuelle Wirklichkeit 
vertiefter zu erfassen und unseren 
Horizont zu weiten, damit wir nicht im Entweder-oder stecken bleiben.




Sonntag, 16. August 2026

Samstag, 15. August 2026

„Sag mir, wie Du mit Dir, den Menschen, der Natur umgehst und ich sage Dir, wie erleuchtet Du bist.“ Quelle unbekannt

Freitag, 14. August 2026

Spirituelles Bypassing

„Was ist ‚Spirituelles Bypassing‘: wir nutzen spirituelle Ideen und Praktiken, um ungelöste emotionale Probleme, psychologische Wunden und unerledigte Entwicklungsaufgaben zu umgehen oder zu vermeiden. Oder auch, um dem katastrophalen Zustand der Welt zu entfliehen. Wir versuchen, uns über die rauen und chaotischen Seiten unseres Menschseins oder über die weltlichen Herausforderungen zu erheben, bevor wir uns ihnen vollständig gestellt und Frieden mit ihnen geschlossen haben.“

Christopher Wallis im Buch „Toxic Spirituality“ (2025)

Donnerstag, 13. August 2026

Interview Cynthia Bourgeault, letzter Teil

“Wir werden eigentlich nur gebeten, unsere Füsse tief in die feste Erde zu setzen, die unter dem Fluss der Tränen steht, und dort zu stehen, um wach und wachsam zu sein.“ Cynthia Bourgeault im evolve-Magazin Nr. 51

Mittwoch, 12. August 2026

Interview Cynthia Bourgeault, Teil 4

„Du kannst Dich durch die Welt bewegen und dabei vom Schmerz, von der Ungerechtigkeit, vom Kummer, vom Leiden berührt werden - und dennoch nicht zulassen, dass dich das in eine Geschichte verwickelt, die dich die Hoffnung aufgeben lässt. Du kannst es vielmehr als Anlass nehmen, dich immer wieder der Herausforderung der Transformation zu widmen, damit ein wenig mehr Weite im Leiden existieren kann. Und das ist so ziemlich das Beste, was ich damit tun kann.“ Cynthia Bourgeault im evolve-Magazin Nr. 51

Dienstag, 11. August 2026

Interview Cynthia Bourgeault, Teil 3

„Wir alle haben jene Momente, in denen wir wissen, dass alles Eins ist, in denen unser Gefühl der Dualität für einen Augenblick verschwindet und wir einfach die Einheit allen Seins kosten. Aber wir können dort nicht immer verweilen. Die meisten von uns bewegen sich wellenartig hin und her. Ich glaube, dass die eigentliche Arbeit gerade in diesem Weggehen und Zurückkommen liegt.“ Cynthia Bourgeault im evolve-Magazin Nr. 51

Montag, 10. August 2026

Interview Cynthia Bourgeault, Teil 2

„Vielleicht geht es darum, nicht mehr zu fragen ‚Wie gelange ich so schnell wie möglich zur dauerhaften Non-Dualität‘, sondern stattdessen: ‚Wie können Menschen am sinnvollsten das tun, wozu wir auf dieser Erde offenbar berufen sind, nämlich die Kluft überbrücken und auf kreative und fruchtbare Weise zwischen dem Begrenzten und dem Grenzenlosen vermitteln?‘“ Cynthia Bourgeault im evolve-Magazin Nr. 51

Sonntag, 9. August 2026

Interview mit Cynthia Bourgeault, Teil 1

„Wir neigen dazu zu glauben, dass es bei unserer eigenen Reise nur darum geht, immer weiter durch die Bewusstseinszustände aufzusteigen, und dass der höchste Zustand der nicht-duale ist, in dem die dualistische Idiotie verschwindet und wir einfach eins mit dem Einen sind. Aber das ist so, als würde ein Regenbogen zu reinem weissem Licht werden, was bedeutet, dass man all seine magischen Farben nicht mehr sehen könnte.“ Cynthia Bourgeault im evolve-Magazin Nr. 51

Samstag, 8. August 2026

Der letzte Heller in deiner Tasche

Das Denken wirft sich gegen die Stille, will eingelassen werden. Dich nichts Erdachtes kann hinein in ihre leuchtende Dunkelheit, ihr reines, lächelndes Nichtsein. Das Denken stürzt sich auf heilige Fragen. Aber die Stille bleibt unbewegt von dem Wüten. Sie bittet um Nichts. Nichts Aber das gibst du ihr nicht, denn es ist der letzte Heller in deiner Tasche. Und du würdest ihr lieber mit Forderungen kommen als mit deinen heiligen leeren Händen. (Adyashanti, Tanzende Leere)

Freitag, 7. August 2026

Einladung zum „Sinn-Salon“ vom 14.08. - ein Reminder

Herzliche Einladung zum nächsten „Sinn-Salon“ des Netzwerkeins am Freitag, 14. August, 18.30h

Ort: Sela-Schule, Gartenstadtstr. 7, 3098 Köniz

Teil 1: Gemeinsames Essen und gemütliches Zusammensein
Anita bereitet ein Abendessen vor (herzlichen Dank)!

Teil 2: Zuhör-Runde 
Martin Steiner moderiert einen Austausch nach dem Modell der „Zuhör-Runde“

Ende: ca. 21.00h

Anmeldung erforderlich (bis spätestens am 12.08. an peter-neuhaus@gmx.ch)

Wir freuen uns, wenn Du am 14.08. mit dabei bist!

Herzliche Grüsse, Kerngruppe Netzwerkeins

Sonntag, 2. August 2026

Ergib dich der Gnade

Ergib dich der Gnade. Das Meer sorgt für jede Welle, bis sie ans Ufer gelangt. Du brauchst mehr Hilfe, als dir bewusst ist. Rumi

Samstag, 1. August 2026

Meister

Der wahre Meister kann uns etwas zeigen, er kann, darf und will es nicht bewirken.

 

Andre Stern

 

Freitag, 31. Juli 2026

Licht - Liebe 3

Ladet euch so oft wie möglich ein, euer inneres Licht, eure Liebe zu fühlen, zu visualisieren

 

Auch mitten bei alltäglichen Erledigungen. Lässt es euch zur Gewohnheit werden.

 

Umso besser ist es da, in schwierigen Situationen.

 

Viel Freude dabei!

 

Donnerstag, 30. Juli 2026

Licht - Liebe 2

Wenn wir unsere Aufmerksamkeit auf unserem eigenen Licht halten, geht zum Beispiel jegliche Angst, die wir vielleicht gerade in uns tragen, zurück.

 

Sobald unsere Angst verschwunden ist, können wir wieder klarsehen und sind offen für Lösungen, die erst dann wieder einen Weg zu uns finden können.

 

Es ist unmöglich, Angst zu haben und gleichzeitig unsere ganze Aufmerksamkeit auf das zu richten, was wir eigentlich sind.

 

Mittwoch, 29. Juli 2026

Einladung zum Sinn-Salon

Herzliche Einladung zum nächsten „Sinn-Salon“ des Netzwerkeins am Freitag, 14. August, 18.30h

Ort: Sela-Schule, Gartenstadtstr. 7, 3098 Köniz

Teil 1: Gemeinsames Essen und gemütliches Zusammensein
Anita bereitet ein Abendessen vor (herzlichen Dank)!

Teil 2: Zuhör-Runde 
Martin Steiner moderiert einen Austausch nach dem Modell der „Zuhör-Runde“

Ende: ca. 21.00h

Anmeldung erforderlich (bis spätestens am 12.08. an peter-neuhaus@gmx.ch)

Wir freuen uns, wenn Du am 14.08. mit dabei bist!

Herzliche Grüsse, Kerngruppe Netzwerkeins

Dienstag, 28. Juli 2026

Licht und Liebe - 1

Wenn wir uns auf unser eigenes Licht konzentrieren, uns vorstellen, wie jede unserer Zellen und alle unsere Energiekörper aus Licht bestehen,

dann sind wir in Kontakt mit dem, was wir eigentlich sind.

 

Montag, 27. Juli 2026

Lernen

Was wir lernen, prägt unseren Wissensvorrat, aber wie wir lernen, prägt unser Denken.

 

Die Verkürzung des Lebens auf Economy ist eine der schlimmsten Entwicklungen unserer heutigen Zeit.

 

Erwin Wagenhofer

Sonntag, 26. Juli 2026

Stress

Stress beginnt, wenn du Ja sagst zu Dingen, zu denen du Nein sagen willst."

 

Louise Hay

 

Samstag, 25. Juli 2026

Vertrauen

 

Vertrauen wächst nicht dort, wo wir uns für unsere Unsicherheit verachten. Es wächst dort, wo wir lernen, mit uns selbst so zu sprechen, wie wir mit einer guten Freundin sprechen würden, die das Gleiche durchmacht. Nicht aufmunternd. Nicht belehrend. Nur warm.

 

Und vielleicht ist das die Erkenntnis: Urvertrauen ist nicht das Gegenteil von Unsicherheit. Es ist das, was sich um die Unsicherheit herum bildet, wenn wir lange genug aushalten, dass wir nicht an ihr zerbrechen.

 

 

Aus Anna Miller: Können wir noch vertrauen? Ein Text, der gestern (25.7.2026) im Online-Magazin ‘Republik’ erschienen ist. Sehr lesenswert!


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Freitag, 24. Juli 2026

Frieden finden

Rumi fragte Shams: «Wie hast du schliesslich Frieden gefunden?»

Shams antwortete: «Ich habe mir vorgenommen, mich selbst zu beruhigen, nicht die Welt um mich herum.

Und dann geschah ein Wunder – auch die Welt um mich herum wurde ruhig.»


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Donnerstag, 23. Juli 2026

Über das Ego hinausgehen



Wenn du einen Zustand der Erleuchtung erreichen möchtest, dann gehe über dein Ego und deinen inneren Dialog hinaus. Entscheide dich dafür, das Bedürfnis nach Kontrolle, das Bedürfnis nach Anerkennung und das Bedürfnis zu urteilen loszulassen. Das sind die drei Dinge, die das Ego ständig tut.

Deepak Chopra


Mittwoch, 22. Juli 2026

Gehalten werden


Hör auf, dich selbst heilen, reparieren oder gar erwecken zu wollen. Lass das Loslassen los. Hör auf, den Film deines Lebens vorzuspulen und einer Zukunft hinterherzujagen, die niemals einzutreffen scheint. Verbeuge dich stattdessen tief vor dir selbst, so wie du tatsächlich bist. Dein Schmerz, deine Trauer, deine Zweifel, deine Sehnsüchte, deine ängstlichen Gedanken sind keine Fehler und sie verlangen nicht danach, geheilt zu werden. Sie verlangen danach, gehalten zu werden. Hier, jetzt, sanft, in den liebevollen Armen der gegenwärtigen Achtsamkeit…

Jeff Forster


Dienstag, 21. Juli 2026

Der spirituelle Weg


Auszuharren mit dieser Unsicherheit - zu bleiben mit einem gebrochenen Herzen, bei einem knurrenden Magen, bei dem Gefühl der Hoffnungslosigkeit und dem Drang nach Rache – das ist der Weg zum wahren Erwachen.

An dieser Unsicherheit festzuhalten, den Dreh rauszubekommen, sich inmitten des Chaos zu entspannen, zu lernen, nicht in Panik zu geraten – das ist der spirituelle Weg.

Pema Chödrön


Montag, 20. Juli 2026

Niemand sein

 

Die wahre Freiheit liegt nicht darin aussergewöhnlich zu sein,

sondern die Schönheit zu umarmen, niemand zu sein.

 

Aus dem taoistischen Indien


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Sonntag, 19. Juli 2026

Der Weg



 

Es ist nicht schwer, den Weg zu durchdringen, 

wenn du nur frei bist von Neigung und Abneigung.

 

Schinjinmei, Zen-Texte von Meister Sosan, 606 v. Chr