Die Seele [die mit diesem grösseren Bewusstsein in Verbindung steht] lebt in der Geschichte anders als das Ego.[...]
Christopher M. Bache
Wann immer ein Einzelner an seinem eigenen Unbewussten arbeitet, wirkt er unsichtbar zunächst auf die Gruppe und, wenn er noch tiefer geht, auf grosse nationale Einheiten oder manchmal sogar auf die gesamte Menschheit. Er verändert und transformiert nicht nur sich selbst, sondern hat einen unmerklichen Einfluss auf die unbewusste Psyche vieler anderer Menschen. Marie Louise von Franz, The Transformed Berserk: Unification of Psychic Opposite
Mehr als jeder andere Menschentypus, der sich mit dem Heiligen befasst, reisst die schamanische Persönlichkeit in die weiten Regionen des kosmischen Mysteriums und bringt die Vision und die Kraft zurück, die die menschliche Gemeinschaft auf der elementarsten Ebene benötigt… Nicht nur taucht die schamanische Persönlichkeit in unserer Gesellschaft auf, sondern auch die schamanische Dimension der Psyche selbst. Thomas Berry, The Dream of the Earth
Es ist nämlich so, dass unser normales Wachbewusstsein, das rationale Bewusstsein, wie wir es nennen, nur eine besondere Art von Bewusstsein ist, während überall um es herum, getrennt durch die filigransten Abschirmungen, potentielle Formen des Bewusstseins liegen, die völlig anders sind. William James, die Vielfalt religiöse Erfahrung, [1902] 2002, S.300
Mir ist ein Einblick in die Bedeutung der Dunkelheit zuteilgeworden. Jeder Mensch muss sich mit seiner eigenen Dunkelheit auseinandersetzen, und sich in diese Dunkelheit zu begeben, heisst nicht, dass er geläutert zurückkehrt, um Gott zu begegnen. Wir müssen uns in die Dunkelheit begeben, weil das der Ort ist, an dem sich Gott befindet. Alfred Romer zitiert in Peter A.Levine, Lernen, den Tiger zu reiten, S.236, Kössel Verlag
Öffne allen mit lach die Tür / und lade sie ein, deine Gäste zu sein. / Sei dankbar für jeden, der kommt, / denn jeder wurde als Führer von oben geschickt. Rumi zitiert in Peter A.Levine, Lernen, den Tiger zu reiten, S.236, Kössel Verlag
„Ich kann dann den grössten Abdruck in der Welt hinterlassen, wenn ich Verbundenheit und Leichtigkeit beim Wirken spüre, wenn ich aus Liebe handle und nicht aus verzweifelter Dringlichkeit - das kann ein Gamechanger sein.“ Timo Kassel, evolve-Magazin 50
„Auf der anderen Seite ist der Aktivismus, den ich bisher kennengelernt habe, vor allem sehr rational und verkopft. Ich glaube aber nicht daran, dass wir mit rein rationalen Lösungsvorschlägen wirklich weiterkommen. Die Probleme sind viel tiefgreifender. Wir haben uns eine Kultur aufgebaut, die lebensfeindlich ist. Die Art und Weise, wie Aktivismus häufig gelebt wird, reproduziert diese Kultur und läuft in der gleichen Struktur ab.“ Timo Kassel, evolve-Magazin 50
„Die Welt der Meditationskissen und die Welt des gesellschaftlich-politischen Aktivismus sind häufig voneinander getrennt und mit Klischees und Vorurteilen behaftet. Beide Teile sind wichtig und haben so viel Wertvolles, aber auch ihre Schattenseiten, wenn sie voneinander getrennt bleiben: Irgendwann war ich in der spirituellen Szene von der sehr verbreiteten Ich-Bezogenheit und Hyper-Individualisierung sehr genervt. Alles dreht sich um meine Yogamatte, mein Trauma, meine Heilung. Dieses und jenes muss ich noch aufarbeiten - das ist wie so ein Strudeln im eigenen Matsch. Traumaarbeit ist wichtig, ich will das nicht abwerten. Aber all das kann zu Abgetrenntheit und Isoliertheit von einer Welt werden, von der ich Teil bin, ob ich es will oder nicht. Es gibt eben auch eine strukturelle Ebene, die einfach ungerecht und gewaltvoll ist und die dabei häufig ausgeblendet, aber dadurch reproduziert wird.“ Timo Kassel, evolve-Magazin 50
bewegst du dich bereits im Reich der Gedanken.
Sinn, das Göttliche, Frieden, das sind keine Objekte, die man finden kann, keine Dinge, die existieren oder nicht existieren. Sobald du sie suchst, entfernst du dich von ihnen.
Was ist jetzt – genau in diesem Moment –
dein ursprüngliches Gesicht
vor allen Ideen von Gott, Sinn, Glück, Frieden?
Höre den Klang.
Spüre den Atem.
Sei einfach ganz hier.
Fehlt etwas?
Wenn nichts fehlt,
wo wäre dann Platz für die Frage nach dem Sinn?
Und wenn doch etwas fehlt –
wer ist es, der das bemerkt?“
Quelle unbekannt
„Sie, Dorothee, hatte das Höchste gegeben, was eine Mensch dem anderen geben kann: die Freiheit.“ Klara Obermüller, in: Dorothee und Niklaus von Flüe-Wyss, S. 19
Die wahre Leere durchdringt sogar deinen physischen Körper. Alles wird wieder lebendig. Du tanzt - du bist tanzende Leere.
«Die Zeit, in der wir leben, ist eine Einladung, nicht mehr nur nach aussen, sondern im Sinne von Meister Eckhart nach innen zu gehen und von innen heraus zu sehen, wie wir verbunden sind. Ich bin nicht irgendwie außerhalb der Welt, sondern ich bin Welt.»
Marica Bodrozic, Magazin «Evolve» 50, S. 56
…aber ist es, nicht Besitz ergreifen zu wollen, von nichts, sondern Armut, Öffnung für etwas, das viel grösser ist als wir, uns übersteigt, uns umfängt, uns ins Leben liebt.
Wenn du deine Handlungen änderst, wirst du nicht bewusster. Werde bewusster, und deine Handlungen ändern sich.
Nur Bewusstheit verändert, nicht die guten Vorsätze.
Osho
Wenn Licht fähig ist, zu denken, zu erinnern und zu reflektieren,
dann zeigt sich die höchste Qualität des Bewusstseins darin,
Beobachter seiner Erfahrungen zu werden.
Wer beobachtet, ohne zu urteilen, ohne zu reagieren und ohne sich zu verlieren,
beginnt nicht mehr durch den Körper,
sondern durch das Licht in sich zu denken.
Quintessenz
Bewusstsein wächst nicht durch das, was wir erleben,
sondern durch die Art, wie wir unsere Erfahrungen beobachten.
Ich bin eins in allem und alles ist eins durch mich.
Was ich im Kleinsten erkenne, offenbart sich im Grössten.
Denn ich bin kein Tropfen im Ozean.
Ich bin der ganze Ozean in einem Tropfen.
Wenn Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen und Weltbildern zusammenwirken, können politische Formen, Ideen und Lösungen entstehen, die keine Seite für sich allein hervorbringen könnte.
So wie ein Armband nichts anderes ist als Gold, das eine bestimmte Form angenommen hat,
so besteht jede Form und Erscheinung aus der gleichen Essenz, absoluter Realität.
Die Verwirrung liegt nicht in den Formen und Unterschieden. Sie beginnt in dem Moment, in dem wir das Gold vergessen, aus dem wir gemacht sind.
Text aus der Yoga Vasishtha
Der Wind braust, legt sich, verschwindet.
Vogelgezwitscher.
Im tiefen Tal
Fällt eine Blüte zu Boden.
Der Berg wird noch friedlicher.
Meister Keizan
Ein Beduine wurde gefragt: «Anerkennst du deinen Herrn?»
Er erwiderte: «Wie nur sollte ich IHN nicht anerkennen, IHN, der mir Hunger sandte, der mich nackt und arm werden liess und mich von einem Land zum andern wandern machte?»
Und als der dies sagte, fiel er in Ekstase.
Abu Said-i Abu l-Khair
Der Sinn des Seins bleibt dem Augenschein verborgen,
Sein und Nichtsein sind nicht so wie sie scheinen;
Das Dasein der Welt
Ist ausserhalb der Welt.
Rumi
Wenn das Denken sich nicht zeigt,
Sind auch die Erscheinungsformen
Ohne Irrtum.
Schinjinmei, Zen-Texte von Meister Sosan, 606 v. Chr
Bitte
Lasst mir das Silberfingerkraut
Lasst mir den Hasenklee
Lasst mir den kleinen Lerchenlaut.
Lasst mir den Liliensee.
Lasst mir den Sandweg durch die Heide.
Die Kiefer und den Birkenbaum.
Braucht ihr nicht manchmal auch beide,
Die Weltstadt und den Weltenraum?
Eva Strittmatter
Es gibt eine Kerze, die nur das Herz des Freundes entzünden kann,
es gibt eine Trennungswunde, die nur der Freund lindern kann;
O Unbewanderter im Dienst an Hingabe und Demut:
Liebe überwältigt, du kannst sie nicht meistern.
Rumi
Denke jeden Tag, wenn du aufwachst: Heute habe ich das Glück, am Leben zu sein, ich habe ein kostbares Menschenleben, und ich werde es nicht verschwenden. Dalai Lama
Wir verbinden uns in bewusster Wahrnehmung mit unseren augenblicklichen Empfindungen, so, wie sie sich uns zeigen. Dadurch haben wir ein natürliches Zusammentreffen von Kopf und Herz. Es ist nicht erforderlich, mehr zu tun. Tsoknyi Rinpoche und Ayshen Delemen: Heiter und gelassen in einer ruhelosen Welt? S.18, Manjughosha Edition
Diese lebendige heitere Weisheit lädt uns permanent ein, uns mit der konstruktiven Kraft des Lebens zu verbinden - statt uns von der beschwerenden Ohnmacht gefangen zu nehmen. Also … komm, komm … kurz innehalten ausatmen sinken lassen still werden mit dem ganzen Leib lauschen… w e i t w e r d e n und den nächsten notwendigen Schritt klar erkennen und kraftvoll gehen…
Im Buddhismus wird Heiterkeit als ein Merkmal der Erleuchtung gesehen. Sie ist eine Folge des gelösten über den Dingen Stehens aus vollständiger Einsicht.
(…)
Aus Wikipedia
Ein Newsletter des spirituellen Lehrers Thomas Hübl hat uns angesprochen. Er lebt in Tel Aviv und schreibt davon, was uns angesichts von Krieg und Gräuel zu Stabilität verhelfen kann. Wir übermitteln weiter unten den Text, damit sich Interessierte auch schon vorher damit auseinandersetzen können.
Beim Sinn-Salon tauschen wir uns zur genannten Fragestellung in Gruppen aus. Wir rahmen den Austausch mit einer Meditation zuvor und danach und planen, auch während des Austauschs immer wieder zu Innehalten und stiller Sammlung einzuladen.
Wir freuen uns, wenn Du am 29.05. mit dabei bist! (Keine Anmeldung nötig)
Der Newsletter von Thomas Hübl
Wie viele von euch wissen, ist der Nahe Osten gerade ein Flächenbrand. Es sind intensive Tage – die ständigen Updates, die Spannungen, Raketenangriffe, die emotionalen Wellen. Und gleichzeitig bin ich in Verbindung mit so vielen von euch weltweit, zuletzt auch durch eine Trainingsgruppe, die in Deutschland stattgefunden hat und die ich online begleitet habe. Das erinnert mich daran, wie verbunden wir alle sind – über Länder und Zeitzonen hinweg.
Ich möchte ein paar einfache Dinge teilen, die uns helfen können, in solchen Zeiten stabil zu bleiben – auch wenn es anstrengend und herausfordernd ist. Gerade in Zeiten der Unsicherheit, wenn die gewohnten Dinge nicht mehr so funktionieren wie immer, braucht es Selbstregulierung, gesunde und verbundene Beziehungen, Austausch und innere Praxis.
Was ich hier immer wieder erlebe, ist die Kraft von Gemeinschaft: Menschen, die füreinander da sind, sich gegenseitig unterstützen, nachfragen, wie es dem anderen geht, und gemeinsam durch diese Zeit gehen. Diese Qualität von Verbindung ist gerade jetzt besonders wertvoll.
Reife bedeutet, dass wir mit unseren Herausforderungen in Beziehung bleiben können. Dass wir Gegensätze und Spannung beinhalten können und sie nicht abwehren und externalisieren und sie damit zu „Anderen" machen – sie auf die Menschen projizieren,die es nicht richtig sehen. Innere Praxis und Arbeit führt zu Reifung – individuell wie auch kollektiv.
In Zeiten wie diesen können uns ein paar einfache Dinge unterstützen:
In Verbindung bleiben
Ruf jemanden an. Triff dich mit Familie oder Freund:innen. Gehe nicht allein durch diese Tage. Beziehung ist eine unserer stärksten menschlichen Ressourcen.
Pausen von den Nachrichten nehmen
Es ist wichtig, informiert zu bleiben – und gleichzeitig braucht unser Geist auch Ruhe. Erlaube dir bewusst, immer wieder Abstand vom Strom der Informationen zu nehmen.
Zum Körper zurückkehren
Ein paar langsame Atemzüge, ein kurzer Spaziergang oder ein stiller Moment können helfen, das Nervensystem zu beruhigen. Diese einfachen Formen der Regulation sind entscheidend, um nicht auszubrennen – auch wenn sie unserem komplexen Denken manchmal zu simpel erscheinen.
Kleine nährende Routinen pflegen
Tee, Musik, Lesen, Bewegung oder eine kurze Praxis. Solche kleinen Rituale schaffen Stabilität, wenn sich die äußere Welt unsicher anfühlt.
Unsere tiefe Menschlichkeit leben
Gerade jetzt ist es wichtig, füreinander da zu sein. Mitgefühl, Präsenz und kleine Gesten der Fürsorge – für Familie, Freund:innen, Nachbar:innen oder Kolleg:innen – schaffen ein Feld von Verbindung. Unsere Menschlichkeit ist es, die uns durch solche Zeiten trägt.
Diese Tage sind nicht einfach. Und sie werden vorübergehen. Was bleibt, ist die Stärke unserer Gemeinschaft, die Fürsorge füreinander und die Resilienz, die wir in uns selbst entdecken.
Mit Verbundenheit,
Thomas
„Einer der wichtigsten Punkte ist, dass die Menschen anfangen zu glauben, dass eine bessere Zukunft möglich ist. … Eine der Möglichkeiten, das Blatt zu wenden, besteht darin, zu erkennen, dass uns ein anderes System zur Verfügung steht. Wir sprechen hier nicht von einer Utopie, die es nie geben wird, sondern von einem System, das auf unsere menschliche Entfaltung zugeschnitten ist. Es gibt auf der ganzen Welt viele Beispiele von Gruppen oder Regionen, die mögliche Alternativen aufzeigen“
Es gilt zu lernen, uns abzugrenzen von dem, was sich als destruktiv erwiesen hat und auch darauf beharrt, es zu sein. Inmitten des zerfallenden Alten können wir demgegenüber Lebensinseln der Hoffnung für das Kommende gestalten, die ihre eigenen Regeln haben. Auf diesen Inseln - seien sie geistig, seien sie neue Dörfer, Lebensgemeinschaften oder andere soziale Räume - können wir versuchen, die Regeln der Verbundenheit umzusetzen und sie konkret zu leben. Wir werden uns deshalb auch abkoppeln müssen von bestimmten Tendenzen des Destruktiven, auch wenn wir gleichzeitig immer Teil dessen bleiben werden. Es ist eine Gratwanderung, die jeden Tag neu austariert sein will.¨ Claus Eurich, Evolve 50, S. 36
Wir stehen - als Mensch - aber auch in einer Bringschuld. Wenn wir uns als Teil des Ganzen sehen, dann sind wir auch konfrontiert mit Erfordernissen, was das Leben betrifft. Das zeigt sich etwa auch im Gleichnis vom verlorenen Sohn im Neuen Testament. Der Mensch als der Sohn hat sich das Erbe auszahlen lassen. In kürzester Zeit hat er dann alles verprasst und liegt entkräftet am Boden. Es umgibt ihn nichts mehr, was ihn noch hilft. In diesem Moment geht ein Ruck durch ihn, er steht auf, schüttelt den Staub ab und geht los, zur wahren Heimat hin. Und in diesem Moment kommt der Vater ihm mit offenen Armen entgegen. Nehmen wir in diesem Gleichnis den Vater als Sinnbild für Mutter Erde und den Sohn für die Menschheit. Es ist unsere Aufgabe, dieser Bringschuld nachzukommen, von uns aus immer den ersten Schritt zu gehen. Diese Verantwortung kann uns niemand nehmen. Das gilt auch persönlich. claus Eurich, Evolve 50, S. 36
Du hörst die Nachrichten vom Krieg und machst die Tür auf, gehst in den Garten, betrachtest die Vögel, die voller Frühlingsfreude da sind, mit ihren wunderschönen Gesängen. Sie kommen angehüpft, weil sie es vom Winter gewohnt sind gefüttert zu werden. Da spürst du das Vertrauen in das Leben sofort. Du spürst, dass unabhängig von dem, was wir als Menschen gestalten und zerstören, das Leben unbeirrt seinen Gang weitergeht. Darin habe ich ein unendliches Vertrauen. Claus Eurich, Evolve 50, S. 36
Ohne Vertrauen ist unser Leben von Angst, Misstrauen und Entfremdung gekennzeichnet. Wir leben aber einer Welt, die uns wenig Anlass zum Vertrauen zu geben scheint: Ökologische Zerstörung, gesellschaftliche Polarisierung, kriegerische Konflikte, technologische Endzeitszenarien und so vieles mehr lassen uns an der Möglichkeit zweifeln, das Wahre, Gute und Schöne in der Welt mehren zu können. Was bedeutet Vertrauen in solch einer Zeit? Wo können wir existenzielles, spirituelles Vertrauen finden? Wie können wir einander darin unterstützen? Wo findest du es heute, jetzt?
Wie sollten niemals anfangen, etwas zu tun, ohne Menschen dazu einzuladen, gemeinsam herauszufinden: Wohin gehen wir? Was wollen wir kreieren? Wie soll dieser Ort in naher Zukunft aussehen, damit er unseren Hoffnungen entspricht? Rob Hopkins, Evolve 50, S. 43
Ein Sprung in das Vertrauen wagen, indem wir Vertrauen finden ins Vertrauen selbst, das nicht davon abhängig ist, ob die Dinge sich so entwickeln, wie wir es wünschen. Thomas Steiniger, Evolve 50, im Editorial von Mike Kauschke
Der Unterschied zwischen Vergnügen und Freude. Vergnügen ist kurzfristig, es kommt von aussen, es braucht einen Reiz. Zucker, Alkohol, shopping ….. diese Dinge bringen ein kurzes Vergnügen und dann ist es vorbei. Danach braucht es einen neuen Reiz, das Gehirn gewöhnt sich daran. Es braucht immer mehr. Das ist dann Sucht.
Freude ist ein Zustand, der von innen kommt, sie kann grundlos sein, sie kann in der Stille entstehen. In der Einfachheit, im Nichts. Freude ist nachhaltig und ein Zustand. Sie braucht keinen äusseren Reiz. Sie nährt, statt zu erschöpfen.
Vergnügen ist wie Fast Food für das Gehirn. Es schmeckt gut und nährt nicht. Freude ist wie ein vollwertiges Mahl.
G. Hüther