Freitag, 19. Juni 2026

das Höchste

„Sie, Dorothee, hatte das Höchste gegeben, was eine Mensch dem anderen geben kann: die Freiheit.“ Klara Obermüller, in: Dorothee und Niklaus von Flüe-Wyss, S. 19

Donnerstag, 18. Juni 2026

Leere

Die wahre Leere durchdringt sogar deinen physischen Körper. Alles wird wieder lebendig. Du tanzt - du bist tanzende Leere.

Mittwoch, 17. Juni 2026

Erwachen


Beim Erwachen muss das Herz aufgehen. Ich glaube, die wahre Erkenntnis muss auf drei Ebenen aufblitzen - im Kopf, im Herzen und im Bauch -, denn du kannst zwar einen klaren, erleuchteten Geist haben, dessen du dir im tiefsten Innern bewusst bist, aber das heisst nicht, dass dein Sein dann auch tanzt. Erst wenn dir mit dem Erwachen des Geistes auch das Herz aufgeht, beginnt dein Sein zu tanzen. Auf einmal wird alles lebendig. Und wenn du nun auch noch dein Innerstes öffnest, deinen Bauch, kommt eine tiefe, unergründliche Festigkeit über dich, in der sich die Offenheit, die du bist, in Transparenz auflöst. Sie wird zum Absoluten. Das bist du.

Adyashanti, Tanzende Leere, S. 165

Dienstag, 16. Juni 2026

Ich bin Welt



«Die Zeit, in der wir leben, ist eine Einladung, nicht mehr nur nach aussen, sondern im Sinne von Meister Eckhart nach innen zu gehen und von innen heraus zu sehen, wie wir verbunden sind. Ich bin nicht irgendwie außerhalb der Welt, sondern ich bin Welt.»

Marica Bodrozic, Magazin «Evolve» 50, S. 56

Montag, 15. Juni 2026

Das Geheimnis...

 …aber ist es, nicht Besitz ergreifen zu wollen, von nichts, sondern Armut, Öffnung für etwas, das viel grösser ist als wir, uns übersteigt, uns umfängt, uns ins Leben liebt.

Sonntag, 14. Juni 2026

kein Plan

Wenn du das Licht zu sehen beginnst, das du in Wahrheit bist, dieses in dir erwachende Licht, dieses Strahlen, wird dir klar, dass es nicht die Absicht hat, dich zu verändern. Es hat nicht vor, harmonisierend zu wirken. Es folgt keinem Plan. Es leuchtet einfach. Die Wahrheit ist das Einzige, was dir je begegnet, das keinen Plan hat. Alles Übrige folgt einem Plan. Alles. Darum besitzt die Wahrheit eine solche Macht. Gib deine Pläne auf, gib dich einfach preis, und die Harmonisierung vollzieht sich ganz von selbst.

Adyashanti, Tanzende Leere, S. 66

Samstag, 13. Juni 2026

Vorsätze

Wenn du deine Handlungen änderst, wirst du nicht bewusster. Werde bewusster, und deine Handlungen ändern sich.


Nur Bewusstheit verändert, nicht die guten Vorsätze.


Osho    

 

 

Freitag, 12. Juni 2026

Quantenphysik

Wenn Licht fähig ist, zu denken, zu erinnern und zu reflektieren,

dann zeigt sich die höchste Qualität des Bewusstseins darin,

Beobachter seiner Erfahrungen zu werden.

Wer beobachtet, ohne zu urteilen, ohne zu reagieren und ohne sich zu verlieren,

beginnt nicht mehr durch den Körper,

sondern durch das Licht in sich zu denken.

Quintessenz

Bewusstsein wächst nicht durch das, was wir erleben,

sondern durch die Art, wie wir unsere Erfahrungen beobachten.

 

Donnerstag, 11. Juni 2026

Quantenphysik

 

Ich bin eins in allem und alles ist eins durch mich.

Was ich im Kleinsten erkenne, offenbart sich im Grössten.

Denn ich bin kein Tropfen im Ozean.

Ich bin der ganze Ozean in einem Tropfen.

 

Dienstag, 9. Juni 2026

Unterschiedlich

Wenn Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen und Weltbildern zusammenwirken, können politische Formen, Ideen und Lösungen entstehen, die keine Seite für sich allein hervorbringen könnte.

 

Montag, 8. Juni 2026

Vergessen

So wie ein Armband nichts anderes ist als Gold, das eine bestimmte Form angenommen hat,
so besteht jede Form und Erscheinung aus der gleichen Essenz, absoluter Realität.

 

Die Verwirrung liegt nicht in den Formen und Unterschieden. Sie beginnt in dem Moment, in dem wir das Gold vergessen, aus dem wir gemacht sind. 

 

Text aus der Yoga Vasishtha

 

 

Samstag, 6. Juni 2026

Der Wind..


Der Wind braust, legt sich, verschwindet.

Vogelgezwitscher.

Im tiefen Tal

Fällt eine Blüte zu Boden.

Der Berg wird noch friedlicher. 

 

Meister Keizan

Freitag, 5. Juni 2026

Annahme ist Hingabe

Ein Beduine wurde gefragt: «Anerkennst du deinen Herrn?»

Er erwiderte: «Wie nur sollte ich IHN nicht anerkennen, IHN, der mir Hunger sandte, der mich nackt und arm werden liess und mich von einem Land zum andern wandern machte?»

Und als der dies sagte, fiel er in Ekstase.

 

Abu Said-i Abu l-Khair

Donnerstag, 4. Juni 2026

Sinn des Seins


Der Sinn des Seins bleibt dem Augenschein verborgen,

Sein und Nichtsein sind nicht so wie sie scheinen;

Das Dasein der Welt

Ist ausserhalb der Welt.

 

Rumi

Mittwoch, 3. Juni 2026

„Bedenke!“ 😉


Wenn das Denken sich nicht zeigt,

Sind auch die Erscheinungsformen 

Ohne Irrtum.

 

Schinjinmei, Zen-Texte von Meister Sosan, 606 v. Chr

Dienstag, 2. Juni 2026

Bitte


Bitte

 

Lasst mir das Silberfingerkraut

Lasst mir den Hasenklee

Lasst mir den kleinen Lerchenlaut.

Lasst mir den Liliensee.

Lasst mir den Sandweg durch die Heide.

Die Kiefer und den Birkenbaum.

Braucht ihr nicht manchmal auch beide,

Die Weltstadt und den Weltenraum?

 

Eva Strittmatter

 

Montag, 1. Juni 2026

Liebe überwältigt

Es gibt eine Kerze, die nur das Herz des Freundes entzünden kann,

es gibt eine Trennungswunde, die nur der Freund lindern kann;

 

O Unbewanderter im Dienst an Hingabe und Demut:

Liebe überwältigt, du kannst sie nicht meistern.

 

Rumi

 

 

Samstag, 23. Mai 2026

Dankbarkeit

Denke jeden Tag, wenn du aufwachst: Heute habe ich das Glück, am Leben zu sein, ich habe ein kostbares Menschenleben, und ich werde es nicht verschwenden. Dalai Lama

Suchen



„Ich suchte nach Gott und fand mich selbst.

Ich suchte nach mir und fand Gott.“


Rumi




Donnerstag, 21. Mai 2026

Heim kommen

 Wir verbinden uns in bewusster Wahrnehmung mit unseren augenblicklichen Empfindungen, so, wie sie sich uns zeigen. Dadurch haben wir ein natürliches Zusammentreffen von Kopf und Herz. Es ist nicht erforderlich, mehr zu tun. Tsoknyi Rinpoche und Ayshen Delemen: Heiter und gelassen in einer ruhelosen Welt? S.18, Manjughosha Edition

Freitag, 15. Mai 2026

Donnerstag, 14. Mai 2026

4 Fokus „heitere“ Weisheit

Diese lebendige heitere Weisheit lädt uns permanent ein, uns mit der konstruktiven Kraft des Lebens zu verbinden - statt uns von der beschwerenden Ohnmacht gefangen zu nehmen. Also … komm, komm … kurz innehalten ausatmen sinken lassen still werden mit dem ganzen Leib lauschen… w e i t w e r d e n und den nächsten notwendigen Schritt klar erkennen und kraftvoll gehen…

Mittwoch, 13. Mai 2026

3 Fokus „heitere“ Weisheit

Heiterkeit bezeichnet eine frohgemute, aufgeräumte, aufgelockerte Stimmung. Im Mittelhochdeutschen bedeutete Heiterkeit Klarheit. Das Antonym (Gegenbegriff) ist Schwermut.

Im Buddhismus wird Heiterkeit als ein Merkmal der Erleuchtung gesehen. Sie ist eine Folge des gelösten über den Dingen Stehens aus vollständiger Einsicht.

(…)

Aus Wikipedia 





Dienstag, 12. Mai 2026

2 Fokus „heitere“ Weisheit

Diese lebendige Weisheit ruft uns unentwegt und schenkt uns Kraft und Vertrauen und öffnet das Blockierende  …
und ein kurzer Moment frischer Gegenwärtigkeit und Klarheit blitzt auf …

….. während bereits wieder die vermeintlich lösungsorientierte Vernunft hartnäckig hochsteigt und die brutalen Schrecken in der Welt erinnert und uns mit Ratlosigkeit beschwert. 

Rumi ruft: 

„Komm‘, komm‘, 
wer immer du bist, 
Wanderer, Götzenanbeter.
Du, der du den Abschied liebst.
Es spielt keine Rolle.
Dies ist keine Karawane der Verzweiflung.
Komm‘, auch wenn du deinen Schwur tausendfach gebrochen hast. 
Komm‘, komm‘, 
noch einmal 
komm‘.“







Montag, 11. Mai 2026

1 Fokus „heitere“ Weisheit

Es gibt eine Weisheit in uns, die sich immer wieder befreit aus der Enge der rationalen Erkenntnisse in Bezug auf die aktuelle Entwicklung der Menschheit. 

Dieses erspürte Wissen hat eine Zuversicht und strahlende Kraft in sich.  Es lässt die mentale Schwermut hinabfliessen und bringt immer wieder kraftvolle Heiterkeit mit sich, die gerade jetzt dem zärtlich-zauberhaften Gesang einer Amseln lauscht … 
und sich nährt …




Sonntag, 10. Mai 2026

Einladung Sinn-Salon 29.05.

Herzliche Einladung zum nächsten „Sinn-Salon“ des Netzwerkeins am Freitag, 29. Mai, 18.30h
Ort: Sela-Schule, Gartenstadtstr. 7, 3098 Köniz

Thema:
„Wie bleibe ich stabil und verbunden in solch schwierigen Zeiten?“ 

Ein Newsletter des spirituellen Lehrers Thomas Hübl hat uns angesprochen. Er lebt in Tel Aviv und schreibt davon, was uns angesichts von Krieg und Gräuel zu Stabilität verhelfen kann. Wir übermitteln weiter unten den Text, damit sich Interessierte auch schon vorher damit auseinandersetzen können.

 

Beim Sinn-Salon tauschen wir uns zur genannten Fragestellung in Gruppen aus. Wir rahmen den Austausch mit einer Meditation zuvor und danach und planen, auch während des Austauschs immer wieder zu Innehalten und stiller Sammlung einzuladen.

Wir freuen uns, wenn Du am 29.05. mit dabei bist! (Keine Anmeldung nötig)

 

 

Der Newsletter von Thomas Hübl

 

Wie viele von euch wissen, ist der Nahe Osten gerade ein Flächenbrand. Es sind intensive Tage – die ständigen Updates, die Spannungen, Raketenangriffe, die emotionalen Wellen. Und gleichzeitig bin ich in Verbindung mit so vielen von euch weltweit, zuletzt auch durch eine Trainingsgruppe, die in Deutschland stattgefunden hat und die ich online begleitet habe. Das erinnert mich daran, wie verbunden wir alle sind – über Länder und Zeitzonen hinweg.

 

Ich möchte ein paar einfache Dinge teilen, die uns helfen können, in solchen Zeiten stabil zu bleiben – auch wenn es anstrengend und herausfordernd ist. Gerade in Zeiten der Unsicherheit, wenn die gewohnten Dinge nicht mehr so funktionieren wie immer, braucht es Selbstregulierung, gesunde und verbundene Beziehungen, Austausch und innere Praxis.

 

Was ich hier immer wieder erlebe, ist die Kraft von Gemeinschaft: Menschen, die füreinander da sind, sich gegenseitig unterstützen, nachfragen, wie es dem anderen geht, und gemeinsam durch diese Zeit gehen. Diese Qualität von Verbindung ist gerade jetzt besonders wertvoll.

 

Reife bedeutet, dass wir mit unseren Herausforderungen in Beziehung bleiben können. Dass wir Gegensätze und Spannung beinhalten können und sie nicht abwehren und externalisieren und sie damit zu „Anderen" machen – sie auf die Menschen projizieren,die es nicht richtig sehen. Innere Praxis und Arbeit führt zu Reifung – individuell wie auch kollektiv.

 

In Zeiten wie diesen können uns ein paar einfache Dinge unterstützen:

 

In Verbindung bleiben
Ruf jemanden an. Triff dich mit Familie oder Freund:innen. Gehe nicht allein durch diese Tage. Beziehung ist eine unserer stärksten menschlichen Ressourcen.

 

Pausen von den Nachrichten nehmen
Es ist wichtig, informiert zu bleiben – und gleichzeitig braucht unser Geist auch Ruhe. Erlaube dir bewusst, immer wieder Abstand vom Strom der Informationen zu nehmen.

 

Zum Körper zurückkehren
Ein paar langsame Atemzüge, ein kurzer Spaziergang oder ein stiller Moment können helfen, das Nervensystem zu beruhigen. Diese einfachen Formen der Regulation sind entscheidend, um nicht auszubrennen – auch wenn sie unserem komplexen Denken manchmal zu simpel erscheinen.

 

Kleine nährende Routinen pflegen
Tee, Musik, Lesen, Bewegung oder eine kurze Praxis. Solche kleinen Rituale schaffen Stabilität, wenn sich die äußere Welt unsicher anfühlt.

 

Unsere tiefe Menschlichkeit leben
Gerade jetzt ist es wichtig, füreinander da zu sein. Mitgefühl, Präsenz und kleine Gesten der Fürsorge – für Familie, Freund:innenNachbar:innen oder Kolleg:innen – schaffen ein Feld von Verbindung. Unsere Menschlichkeit ist es, die uns durch solche Zeiten trägt.

 

Diese Tage sind nicht einfach. Und sie werden vorübergehen. Was bleibt, ist die Stärke unserer Gemeinschaft, die Fürsorge füreinander und die Resilienz, die wir in uns selbst entdecken.

 

Mit Verbundenheit,


Thomas

Samstag, 9. Mai 2026

Vision des Wandels, letzter Teil

„Jede/r von uns ist eine weiterentwickelte Manifestation der unglaublichen, wunderbaren Kraft des Lebens, die sich über Milliarden von Jahren zu dieser reichen Komplexität entwickelt hat. Und als Teil des Lebens können wir wissen, dass wir die Wahl haben, diese Lebensenergie zum Wohle des Lebens einzusetzen. Das ist das Einzige, was wir jeden Tag tun können. Und wenn genug von uns das tun und sich mit anderen verbinden, die das auch tun, entsteht die Möglichkeit eines Wandels hin zu einer positiven Zukunft, die für uns alle so viel besser sein könnte.“

Interview mit Jeremy Lent (Autor des Buches ‚Ecocivilization‘) im neuesten Evolve-Magazin

Freitag, 8. Mai 2026

Vision des Wandels, Teil 5

„Wir können sehen, dass die Dinge nicht gut aussehen. Aber das Vertrauen in den nichtlinearen Aspekt der Entwicklung gibt mir das Gefühl, dass es sich für uns alle, denen diese Zukunft am Herzen liegt, lohnt, gemeinsam unsere Energie darauf zu verwenden, sie zu verwirklichen. … Diejenigen von uns, die in der relativ privilegierten Lage sind, zu erkennen, was vor sich geht, können bis zu einem gewissen Grad selbst entscheiden, worauf wir unser Leben, unsere Anstrengungen und unsere Aufmerksamkeit richten. Wir können dazu beitragen, diese Veränderungen zu bewirken. … All die verschiedenen Entscheidungen, die wir Tag für Tag treffen, haben einen Einfluss auf die Zukunft, die sich entfaltet. Niemand von uns kann sie so gestalten, wie wir es wünschen, aber wir sind Teil der Schöpfung von etwas, das möglich ist. Und das ist es, worauf ich im Grunde vertraue.“

Interview mit Jeremy Lent (Autor des Buches ‚Ecocivilization‘) im neuesten Evolve-Magazin

Donnerstag, 7. Mai 2026

Vision des Wandels, Teil 4

„Was wir sehen ist ein System, das aus den Fugen gerät (z.B. Unterdrückung, Gewaltzunahme, Zusammenbruch des Klimas, Aufstieg des Autoritarismus). Es ist schwer, mit Optimismus in die Zukunft zu blicken. … Auch wenn mein Ansatz darin besteht, die Möglichkeit einer grundlegend besseren Zukunft zu sehen, versuche ich nicht einfach so zu tun, als würde sie bestimmt eintreten und als müssten wir uns keine Sorgen machen. Ganz im Gegenteil.“

Interview mit Jeremy Lent (Autor des Buches ‚Ecocivilization‘) im neuesten Evolve-Magazin

Mittwoch, 6. Mai 2026

Vision des Wandels, Teil 3

„Einer der wichtigsten Punkte ist, dass die Menschen anfangen zu glauben, dass eine bessere Zukunft möglich ist. … Eine der Möglichkeiten, das Blatt zu wenden, besteht darin, zu erkennen, dass uns ein anderes System zur Verfügung steht. Wir sprechen hier nicht von einer Utopie, die es nie geben wird, sondern von einem System, das auf unsere menschliche Entfaltung zugeschnitten ist. Es gibt auf der ganzen Welt viele Beispiele von Gruppen oder Regionen, die mögliche Alternativen aufzeigen“

Dienstag, 5. Mai 2026

Vision des Wandels, Teil 2

„Diejenigen, die diese lebensbejahende, segensreiche Zukunft wollen, haben die Herzen und den Geist der meisten Menschen auf ihrer Seite. … Ich habe letztlich Vertrauen in dieses Potenzial, wenn genügend Menschen sich wieder mit dem verbinden können, was für uns wirklich bedeutsam ist. Dann kann dieses ganze System umgedreht werden.“

Interview mit Jeremy Lent (Autor des Buches ‚Ecocivilization‘) im neuesten Evolve-Magazin

Montag, 4. Mai 2026

Vision des Wandels, Teil 1

„Es geht um die Vision, die Grundlagen unseres Weltsystems umzugestalten, … so dass alle Wesen auf einer regenerierten Erde gedeihen können. … Ich vertraue auf die der menschlichen Natur innewohnende Fähigkeit, sowohl Gerechtigkeit, Fairness, Fürsorge füreinander, Fürsorge für die Gemeinschaft, wie auch Fürsorge für die lebendige Erde um uns herum zu wollen.“

Interview mit Jeremy Lent (Autor des Buches ‚Ecocivilization‘) im neuesten Evolve-Magazin

Sonntag, 3. Mai 2026

Such die Gesellschaft der Menschen, die die Wahrheit suchen und laufe vor denen weg, die sie gefunden haben.

Vaclav Havel

Samstag, 2. Mai 2026

mitwirken an Inseln des Neuen

Es gilt zu lernen, uns abzugrenzen von dem, was sich als destruktiv erwiesen hat und auch darauf beharrt, es zu sein. Inmitten des zerfallenden Alten können wir demgegenüber Lebensinseln der Hoffnung für das Kommende gestalten, die ihre eigenen Regeln haben. Auf diesen Inseln - seien sie geistig, seien sie neue Dörfer, Lebensgemeinschaften oder andere soziale Räume - können wir versuchen, die Regeln der Verbundenheit umzusetzen und sie konkret zu leben. Wir werden uns deshalb auch abkoppeln müssen von bestimmten Tendenzen des Destruktiven, auch wenn wir gleichzeitig immer Teil dessen bleiben werden. Es ist eine Gratwanderung, die jeden Tag neu austariert sein will.¨ Claus Eurich, Evolve 50, S. 36

Freitag, 1. Mai 2026

Was an uns liegt - der verlorene Sohn als Vorbild

 Wir stehen - als Mensch - aber auch in einer Bringschuld. Wenn wir uns als Teil des Ganzen sehen, dann sind wir auch konfrontiert mit Erfordernissen, was das Leben betrifft. Das zeigt sich etwa auch im Gleichnis vom verlorenen Sohn im Neuen Testament. Der Mensch als der Sohn hat sich das Erbe auszahlen lassen. In kürzester Zeit hat er dann alles verprasst und liegt entkräftet am Boden. Es umgibt ihn nichts mehr, was ihn noch hilft. In diesem Moment geht ein Ruck durch ihn, er steht auf, schüttelt den Staub ab und geht los, zur wahren Heimat hin. Und in diesem Moment kommt der Vater ihm mit offenen Armen entgegen. Nehmen wir in diesem Gleichnis den Vater als Sinnbild für Mutter Erde und den Sohn für die Menschheit. Es ist unsere Aufgabe, dieser Bringschuld nachzukommen, von uns aus immer den ersten Schritt zu gehen. Diese Verantwortung kann uns niemand nehmen. Das gilt auch persönlich. claus Eurich, Evolve 50, S. 36

Mittwoch, 29. April 2026

Vertrauen!

Du hörst die Nachrichten vom Krieg und machst die Tür auf, gehst in den Garten, betrachtest die Vögel, die voller Frühlingsfreude da sind, mit ihren wunderschönen Gesängen. Sie kommen angehüpft, weil sie es vom Winter gewohnt sind gefüttert zu werden. Da spürst du das Vertrauen in das Leben sofort. Du spürst, dass unabhängig von dem, was wir als Menschen gestalten und zerstören, das Leben unbeirrt seinen Gang weitergeht. Darin habe ich ein unendliches Vertrauen. Claus Eurich, Evolve 50, S. 36

Dienstag, 28. April 2026

Vertrauen?

Ohne Vertrauen ist unser Leben von Angst, Misstrauen und Entfremdung gekennzeichnet. Wir leben aber einer Welt, die uns wenig Anlass zum Vertrauen zu geben scheint: Ökologische Zerstörung, gesellschaftliche Polarisierung, kriegerische Konflikte, technologische Endzeitszenarien und so vieles mehr lassen uns an der Möglichkeit zweifeln, das Wahre, Gute und Schöne in der Welt mehren zu können. Was bedeutet Vertrauen in solch einer Zeit? Wo können wir existenzielles, spirituelles Vertrauen finden? Wie können wir einander darin unterstützen? Wo findest du es heute, jetzt?

Montag, 27. April 2026

die Absicht

Wie sollten niemals anfangen, etwas zu tun, ohne Menschen dazu einzuladen, gemeinsam herauszufinden: Wohin gehen wir? Was wollen wir kreieren? Wie soll dieser Ort in naher Zukunft aussehen, damit er unseren Hoffnungen entspricht? Rob Hopkins, Evolve 50, S. 43

Sonntag, 26. April 2026

ein Sprung

Ein Sprung in das Vertrauen wagen, indem wir Vertrauen finden ins Vertrauen selbst, das nicht davon abhängig ist, ob die Dinge sich so entwickeln, wie wir es wünschen. Thomas Steiniger, Evolve 50, im Editorial von Mike Kauschke

Samstag, 25. April 2026

Unterschied

Der Unterschied zwischen Vergnügen und Freude. Vergnügen ist kurzfristig, es kommt von aussen, es braucht einen Reiz. Zucker, Alkohol, shopping ….. diese Dinge bringen ein kurzes Vergnügen und dann ist es vorbei. Danach braucht es einen neuen Reiz, das Gehirn gewöhnt sich daran. Es braucht immer mehr. Das ist dann Sucht.

Freude ist ein Zustand, der von innen kommt, sie kann grundlos sein, sie kann in der Stille entstehen. In der Einfachheit, im Nichts. Freude ist nachhaltig und ein Zustand. Sie braucht keinen äusseren Reiz. Sie nährt, statt zu erschöpfen.

Vergnügen ist wie Fast Food für das Gehirn. Es schmeckt gut und nährt nicht. Freude ist wie ein vollwertiges Mahl.

 

G. Hüther

 

Freitag, 24. April 2026

Selbstmitgefühl

Bedeutung von Selbstmitgefühl: Selbstkritik ist Gift für das Gehirn. Sie verdienen mit Güte behandelt zu werden, sanft und liebevoll. Innerer Dialog beobachten, sprechen sie freundlicher mit sich. Ich bin nicht dumm, sondern ich habe einen Fehler gemacht. Annehmende Haltung einladen.

 

G. Hüther

 

Donnerstag, 23. April 2026

Hoffnung

Bedeutung von Hoffnung: Sie ist das Vertrauen ins Leben. Sie fördert positive Emotionen und Belohnungszentren. Hoffnung ist nicht naiver Optimismus. Sie ist das Vertrauen, dass sie mit allem umgehen können, was kommt. Das sie einen Weg finden, dass das Leben sie trägt. 

 

G. Hüther

 

Dienstag, 21. April 2026

Authentizität

Bedeutung von Authentizität: Masken tragen – diese Inauthentizität ist erschöpfend für uns. Zeige dich. Es braucht Mut auch abgelehnt zu werden. Es ist jedoch der einzige Weg zu echter Freude.

 

 

Es kommen ein paar Hinweise in den nächsten Tagen bezüglich Gehirngesundheit von Gerald Hüther

 

Montag, 20. April 2026

Intelligenz und Bewusstsein

Christof Koch,: Intelligenz und Bewusstsein sind zwei unterschiedliche Aspekte des Lebens.

Wir sind umgeben von Systemen, die mit bemerkenswerter Geschicklichkeit schreiben, analysieren, zusammenfassen und generieren. Weil sie so leistungsfähig sind, gehen viele davon aus, dass Intelligenz gleichbedeutend mit Bewusstsein ist. Doch Koch zieht eine klare Grenze:

 

Intelligenz gehört zum Handeln – sie lernt, passt sich an, löst Probleme.

 

Bewusstsein gehört zum Sein – es ist die gefühlte Realität der Erfahrung selbst, die innere Tatsache des Lebendigseins. Reflexion. Präsenz. Selbstbewusstsein. Die unermessliche Tiefe des Innenlebens.

 

Sonntag, 19. April 2026

Mitgefühl

Mitgefühl ist keine Empathie und es entsteht nicht aus Mitgefühl für einen anderen. Mitgefühl entsteht, wenn sich die Illusion des „Anderen“ auflöst

– wenn das Leben sich selbst in einer anderen Form erkennt.

 

Samstag, 18. April 2026

Die Bäume

 

 

Immer sind es Bäume,

Die mich verzaubern.

 

Aus ihrem Wurzelwerk schöpfe ich

die Kraft für mein Lied.

 

Ihr Laub flüstert mir

Grüne Geschichten.

 

Jeder Baum ein Gebet

Das den Himmer beschwört.

 

Grün die Farbe der Gnade.

Grün die Farbe des Glücks.

 

Rose Ausländer

 

 


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Freitag, 17. April 2026

April


 

April

Die Blume schweigt.

Rosafarben ist dieser Frühling.

Ohne zu denken, spielt die Musik des Windes

In den Kiefern

Ihre wunderschöne Melodie

 

Schinjinmei, Zen-Texte von Meister Sosan, 606 v. Chr

Donnerstag, 16. April 2026

Wiesengrün, blühende Bäume

 

Wiesengrün, blühende Bäume

Kennen Sie dies auch so besonders: ein gegen Abend eingedeckter Himmel, Wiesengrün, blühende Bäume, halb davor, halb in grauer, lautloser Luft? Für mich gehörts zum Unvergesslichsten: blühende Bäume ohne Sonne bei nahendem Regen, von dem schon einzelne Vogelstimmen vorhersagen, wie er sein wird. Ach wenn mirs doch noch einmal so im Innern würde, wie’s dann in der Natur ist, nicht einmal hell, aber still und zukünftig.

 

Rainer Maria Rilke an Marie von Thun und Taxis im April 1912

 

 

 

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Mittwoch, 15. April 2026

Die eine Rose

 

 

Die eine Rose überwältigt alles,

Die aufgeblüht ist aus dem Traum.

Sie rettet uns vom Grund des Falles.

Schafft um uns einen reinen Raum,

in dem nur wir sind und die Rose.

Und das Gesetz, das sie erweckt.

Und Tage kommen, reuelose.

Vom Licht der Rose angesteckt.

 

Eva Strittmatter

 


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Dienstag, 14. April 2026

Wildgänse

 

Du musst nicht brav sein.

Du musst nicht auf deinen Knien

Hundert Meilen durch die Wüste rutschen und bereuen.

Du musst nur das sanfte Tier deines Körpers,

Lieben lassen, was es liebt.

 

Erzähl mir von Verzweiflung, von deiner,

Und ich erzähl dir von meiner.

Gleichzeitig dreht sich die Erde weiter.

 

Gleichzeitig

Ziehen die Sonne und die klaren Kiesel des Regens über die Landschaften,

über die Steppen und die tiefen Wälder,

die Berge und die Flüsse.

 

Gleichzeitig ziehen die Wildgänse,

hoch in der klaren blauen Luft,

wieder Richtung Heimat.

 

Wer du auch bist, ganz gleich wie einsam:

Die Welt bietet sich deinem Inneren an,

Ruft dich, wie die Wildgänse, rau und erregend –

Verkündet wieder und wieder deinen Platz

In der Familie des Lebens.

 

Mary Oliver

Deutsch von Martin Bonensteffen

 


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Donnerstag, 2. April 2026

Gegen den Egoismus



„Lernen, wie man denkt, bedeutet eigentlich zu lernen, wie man Kontrolle darüber hat, worauf man achtet."


„Es gibt keinen Punkt im Leben, an dem man nicht wählen kann, wie man etwas interpretiert."


„Die banalsten Situationen können zu echtem Mitgefühl führen – wenn du dich dafür entscheidest."


ChatGPT zu Essenzen aus dem Buch von David Foster Wallance: Das hier ist Wasser



Sonntag, 29. März 2026

Gegen den Egoismus



„Die unmittelbare, natürliche Einstellung ist, dass alles um mich herum mich betrifft."


„Die wichtigste Freiheit besteht darin, aufmerksam zu sein und zu entscheiden, worauf man achtet."


„Wenn du dir nicht bewusst bist, wie du denkst, wirst du unglücklich sein."


ChatGPT zu Essenzen aus dem Buch von David Foster Wallance: Das hier ist Wasser





Samstag, 28. März 2026

7. Kennzeichen kontemplativen Handelns

"Ich muss aber gleich vorausschicken, dass wir hierbei eine sehr steile Lernkurve zu meistern haben. Wir können nicht einfach mit den Fingern schnippen und sagen: „Oh, genau das will ich sein." Es werden Stromstärken und Polaritäten durch uns hindurch schiessen, die zu ertragen und zu integrieren wir erst lernen müssen, genau so wie wir das richtige Zuhören erlernen müssen, das aufrichtige Aussprechen der Wahrheit, die Erkenntnis, wann wir handeln sollten und wann nicht." 

aus: Cynthia Bourgeault  (Kontemplativ Handeln, Chalice Verlag, 2025)


Wir bleiben dran - und lassen unsere Ohnmacht, Rückschläge und Zweifel ins geheimnisvolle Ganze sinken … und lassen die Samen reifen …
Madeleine 


Freitag, 27. März 2026

6. Kennzeichen kontemplativen Handelns

Metis = Wissen um das rechte Anpacken zum rechten ZeitpunktDas funktioniert nur mit unserem konfliktlosen Hiersein und Freisein in unserem Körper, Geist und Herz, um tatsächlich zu sehen, was im gegenwärtigen Augenblick ist, geschieht und anzupacken ist."


aus: Cynthia Bourgeault  (Kontemplativ Handeln, Chalice Verlag, 2025)


PS: Das braucht ein unbedingtes regelmässiges Innehalten - gerade in der aktuellen weltpolitischen Lage - um die eigenen destruktiven Ohnmachts-Mechanismen zu stoppen. 



Donnerstag, 26. März 2026

5. Kennzeichen kontemplativen Handelns

"Motivation ist nicht Rechtschaffenheit und Meinung - sondern Gewissen. Gewissen ist das Vermögen vom Ganzen her zu sehen und zu fühlen."


aus: Cynthia Bourgeault  (Kontemplativ Handeln, Chalice Verlag, 2025)


Wir sind EINE Menschheit - es gibt nur EIN Selbst. Daraus erschliesst sich die Tiefe der Aussage von Jesus: „Liebe deinen Nächsten - als dich selbst" - wie es David Steinl-Rast übersetzt. Er beschreibt damit den erweiterter Bewusstseinszustand der Non-Dualität - des EINSSEINS.