Samstag, 28. Februar 2026

Meditation




Ihr solltet Meditation üben beim Gehen, Stehen, Liegen, Sitzen und Arbeiten, beim Händewaschen, Abspülen, Kehren und Teetrinken, im Gespräch mit Freunden und bei allem, was ihr tut. «Wenn ihr abwascht, denkt ihr vielleicht an den Tee danach und versucht, es so schnell wie möglich hinter euch zu bringen, damit ihr euch setzen und Tee trinken könnt. Das bedeutet aber, dass ihr in der Zeit, wo ihr abwascht, nicht lebt. Wenn ihr abwascht, muss der Abwasch das Wichtigste in eurem Leben sein. Und wenn ihr Tee trinkt, dann muss das Teetrinken das Wichtigste auf der Welt sein.» Und so weiter.


Thich Nhat Hanh

Donnerstag, 26. Februar 2026

Katze


Ich ging zu Nuri und sah, wie er so reglos in Meditation sass, 

dass sich dabei auch nicht ein Haar bewegte.

Ich fragte: «Wer lehrte dich eine so tiefe Meditation?»

«Ich lernte es von einer Katze, die vor einem Mauseloch wartete. Die Katze sass um vieles stiller als ich»


Shibli

Mittwoch, 25. Februar 2026

Das wovon wir sprechen

 

Das, wovon wir sprechen, kann nie durch Suchen gefunden werden.

Doch nur die Suchenden finden es.

 

Bayezid Bistami

 


Virenfrei.www.avast.com

Dienstag, 24. Februar 2026

Mir träumte

Mir träumte, ich sollte noch einmal

Sein in der Sonne am See

Und sicher wäre mir Liebe.

Sicher wie Regen und Schnee.

Noch einmal würde ich schmecken

Licht und Luft.

Und wüsste nichts vom Leben.

Und doch alles von seinem Duft.

 

Eva Strittmatter

Montag, 23. Februar 2026

Reise

Diese Reise verfolgt kein Ziel, 

denn jedes Ziel wäre zu eng gefasst.

Da ist vielmehr ein endloses Hingeben unserer selbst, 

ein unwiderrufliches Zurücklassen des Bekannten.

Wieder und wieder werden wir neu erschaffen, 

werden in die Sturzfluten geworfen, die uns zermalmen, 

in die Stille, die uns entleert, 

in die Liebe, die uns auflöst.

 

Llewelly Vaughan-Lee

Sonntag, 22. Februar 2026

Warten

Alles ruht, aber etwas in der Tiefe beginnt sich zu regen.

Sehnsucht erwacht.

Noch immer ist alles still, die Erde ruht.

Die Kälte und Leere lassen die Natur erstarren.

Und doch ist da eine Erinnerung, ein Sehnen.

Aber wonach?

Gibt es irgendwas in der grossen Stille, das ruft?

Gibt es eine Kraft, die erwachen möchte?

Da ist eine Ahnung, da ist ein Wissen im Herzen.

Und doch: Nichts bewegt sich. Es gibt nichts zu tun.

 

Haben wir die Geduld, zu warten, sind wir wachsam genug die ersten Zeichen des Erwachens wahrzunehmen?

Können wir diese tiefe Sehnsucht zulassen, die einem Ruf folgt, den wir nicht verstehen?

 

Eine der wichtigsten Eigenschaften auf dem Sufipfad ist die Kunst, warten zu können.

In diesem Raum des Wartens kann die tiefe Sehnsucht wachsen, die den ewigen Ruf unserer ursprünglichen Heimat endlich in unsere Erinnerung bringt.

 

Aus: Ursula Hofer, Jahreszeiten der Liebe. Sufi-Weisheiten

 


Virenfrei.www.avast.com

Samstag, 14. Februar 2026

Wie lassen sich unsere verzerrten Muster transformieren?

Zunächst einmal, indem wir sie gezielt kontaktieren und uns mit ihnen austauschen. Dazu müssen wir uns diesen mit einer entschlossenen, aber offenen, wohlwollenden und geduldigen Geisteshaltung annähern und ihnen die Hand zur Freundschaft reichen. Das ist der Beginn der Heilung von verzerrten Empfindungswahrnehmungen und ihren Verletzungen.

Tsoknyi Rinpoche, Ayshen Delemen, Heiter und gelassen in einer ruhelosen Welt? S. 64 Manjughosha Edition

Freitag, 13. Februar 2026

Der Weg der Heilung

Auf dem Praxisweg des Buddhismus geht es am Anfang also darum, verzerrte Ausprägungen der eigenen Wirklichkeitswahrnehmung innerhalb des Relativen zu erkennen und durch einen gesunden, relativen Realitätssinn auszugleichen.

Tsoknyi Rinpoche, Ayshen Delemen, Heiter und gelassen in einer ruhelosen Welt? S. 63 Manjughosha Edition

Donnerstag, 12. Februar 2026

Gesunde relative Wirklichkeit



Ein gefestigter Stand innerhalb der gesunden relativen Wirklichkeitsebene ist die Basis für die Erkenntnis, der absoluten, nondualen Wirklichkeit des Geistes.

Tsoknyi Rinpoche, Ayshen Delemen, Heiter und gelassen in einer ruhelosen Welt? S. 63 Manjughosha Edition

Mittwoch, 11. Februar 2026

Relative Wirklichkeit

In Bezug auf die relative Wirklichkeit des Alltags wird zwischen zwei Formen der Wirklichkeitswahrnehmung unterschieden: einer verzerrten relativen Wirklichkeitsauffassung und einer gesunden, die der allgemein gültigen Anschauung innerhalb des zeitlich und kulturell bedingten Rahmens entspricht.

Tsoknyi Rinpoche, Ayshen Delemen, Heiter und gelassen in einer ruhelosen Welt? S. 62 Manjughosha Edition

Dienstag, 10. Februar 2026

Schein und Sein des Daseins

Geist und Gefühl bestimmen unsere Wirklichkeitswahrnehmung. Ein richtiges Verständnis dieses Sinngehalt ist unerlässlich auf dem Weg zur Befreiung von Leidenserfahrung - so der Buddhismus.
Die buddhistische Auffassung der Wirklichkeit basiert auf einer Zweiteilung. In der Fachsprache werden die beiden Komponenten als die relative und die endgültige Wirklichkeit bezeichnet. Hierdurch wird unsere durch Abhängigkeiten bedingte Existenz, nämlich die dualistische Erscheinungsrealität des Alltags, unterschieden von einer letztendlichen, von Abhängigkeiten freien Wirklichkeit – der wahren, nicht dualen Natur aller Dinge.

Tsoknyi Rinpoche, Ayshen Delemen, Heiter und gelassen in einer ruhelosen Welt? S. 62 Manjughosha Edition

Montag, 9. Februar 2026

Weg der Heilung

Basierend auf dem Fundament eines authentisch gesunden Menschseins führt das fortschreitende buddhistische Geistestraining das Individuum dann in den Pfad des Erwachens ein, in die letztendliche Wirklichkeit unserer wahren Natur. Das geht über ein Heilsein im Geist und in den Gefühlen hinaus. Es ist auch mehr als die Freilegung des innewohnende Wohlgefühls, das sich heilend auf uns auswirkt. Es ist die endgültige Befreiung aus der Illusionshaft einer relativen Wirklichkeitssicht, ob verzerrt oder „gesund".

Tsoknyi Rinpoche, Ayshen Delemen, Heiter und gelassen in einer ruhelosen Welt? S. 63 Manjughosha Edition

Sonntag, 8. Februar 2026

Schein und Sein des Daseins

Wir leben in einer Welt der Erscheinungen. Die Dinge erscheinen uns und wir nehmen sie wahr. Das rührt daher, weil wir grundsätzlich wahrnehmende Wesen sind. Dabei erfahren wir die Wirklichkeit unseres Alltags entsprechend den Konditionierungen unseres Geistes und unsere Empfindungsfähigkeit. Mit anderen Worten: Geist und Gefühl bestimmen unsere Wirklichkeit Wahrnehmung.

Tsoknyi Rinpoche, Ayshen Delemen, Heiter und gelassen in einer ruhelosen Welt? S. 62 Manjughosha Edition

Donnerstag, 5. Februar 2026

5 aus der Enge in die Weite - aus der Zerstreutheit in die Sammlung

nochmals:
lassen wir uns im Kopf- und Schulterbereich los … und ES fliesst wie Honig nach unten und ergiesst sich in unserem Bauch/Beckenraum.
Wirbelsäule, Kopf und Oberkörper gewinnen an Aufrichtung und werden angenehm offen, weich und frei. Gleichzeitig sind wir geerdet - das Herz lächelt - der Geist ist klar.

… und freuen wir uns über jede bewusst wahrgenommene „Beengung" - ob geistig, emotional oder körperlich - sie ist unser bestes Mantra; denn jedesmal wenn wir bewusst „umschalten" wächst der neurologische Pfad tiefer in Richtung geerdete fühlende Präsenz…

Madeleine

Mittwoch, 4. Februar 2026

4 von der Enge in die Weite

Wir bleiben dran:
Sinken weich hinunter in unseren Bauchraum … und spüren einmal mehr, wie wir uns im Kopf und Oberkörper loslassen können.

Welche Wohltat für unseren Körper!
Er fliesst jetzt (fast😉) ungestört und schenkt uns Entspannung, Kraft und Wärme.

Welche Wohltat für unseren Geist!
Er schätzt diese Wachheit und offene Weite und schenkt uns Klarheit und manchmal Inspiration dafür.

Welche Wohltat für unser Herz!
Die Emotionen beruhigen sich, es bleibt eine fliessende liebevolle Präsenz.

Madeleine

Dienstag, 3. Februar 2026

3 von der Enge in die Weite

Und wieder:
Halten wir inne, sinken sanft hinunter und sammeln uns ein …
Die Stirne wird weich und glatt, der Kiefer lässt los und der Nacken wird lang beim Loslassen der Schultern.
Allmählich finden wir zurück in unsere Körpermitte (Bauch/Hara/Becken) …

Fühlen wir die Energie und Kraft des „anwesenden Bewusst-Seins". Der Geist wird klar - das Herz wird weit …

Madeleine

Montag, 2. Februar 2026

2 von der Enge in die Weite

Wir bleiben dran:
Sinken wir wieder weich hinunter in unseren Bauchraum. Vielleicht hilft uns dazu die Aufmerksamkeit auf den Aus-Atem zu richten, so wird er immer länger und tiefer …

Spüren wir, wie unser Körper freudig mit Ausdehnung und Durchlässigkeit antwortet.

Wie einfach!

Madeleine

Sonntag, 1. Februar 2026

1 von der Enge in die Weite


Unzählige Informationen …
Gedanken befeuern unsere Emotionen …
Geist und Herz sind überfüllt …

Nehmen wir es mit einem wohlwollenden „AHA" wahr und sinken jetzt mit unserer ungeteilten Aufmerksamkeit in den Bauch.

Spüren wir, wie sich Anspannung im Kopf und Schulterbereich löst und die gestaute Energie angenehm nach unten fliesst und wir weiter werden …

Madeleine