Montag, 11. Mai 2026

1 Fokus „heitere“ Weisheit

Es gibt eine Weisheit in uns, die sich immer wieder befreit aus der Enge der rationalen Erkenntnisse in Bezug auf die aktuelle Entwicklung der Menschheit. 

Dieses erspürte Wissen hat eine Zuversicht und strahlende Kraft in sich.  Es lässt die mentale Schwermut hinabfliessen und bringt immer wieder kraftvolle Heiterkeit mit sich, die gerade jetzt dem zärtlich-zauberhaften Gesang einer Amseln lauscht … 
und sich nährt …




Sonntag, 10. Mai 2026

Einladung Sinn-Salon 29.05.

Herzliche Einladung zum nächsten „Sinn-Salon“ des Netzwerkeins am Freitag, 29. Mai, 18.30h
Ort: Sela-Schule, Gartenstadtstr. 7, 3098 Köniz

Thema:
„Wie bleibe ich stabil und verbunden in solch schwierigen Zeiten?“ 

Ein Newsletter des spirituellen Lehrers Thomas Hübl hat uns angesprochen. Er lebt in Tel Aviv und schreibt davon, was uns angesichts von Krieg und Gräuel zu Stabilität verhelfen kann. Wir übermitteln weiter unten den Text, damit sich Interessierte auch schon vorher damit auseinandersetzen können.

 

Beim Sinn-Salon tauschen wir uns zur genannten Fragestellung in Gruppen aus. Wir rahmen den Austausch mit einer Meditation zuvor und danach und planen, auch während des Austauschs immer wieder zu Innehalten und stiller Sammlung einzuladen.

Wir freuen uns, wenn Du am 29.05. mit dabei bist! (Keine Anmeldung nötig)

 

 

Der Newsletter von Thomas Hübl

 

Wie viele von euch wissen, ist der Nahe Osten gerade ein Flächenbrand. Es sind intensive Tage – die ständigen Updates, die Spannungen, Raketenangriffe, die emotionalen Wellen. Und gleichzeitig bin ich in Verbindung mit so vielen von euch weltweit, zuletzt auch durch eine Trainingsgruppe, die in Deutschland stattgefunden hat und die ich online begleitet habe. Das erinnert mich daran, wie verbunden wir alle sind – über Länder und Zeitzonen hinweg.

 

Ich möchte ein paar einfache Dinge teilen, die uns helfen können, in solchen Zeiten stabil zu bleiben – auch wenn es anstrengend und herausfordernd ist. Gerade in Zeiten der Unsicherheit, wenn die gewohnten Dinge nicht mehr so funktionieren wie immer, braucht es Selbstregulierung, gesunde und verbundene Beziehungen, Austausch und innere Praxis.

 

Was ich hier immer wieder erlebe, ist die Kraft von Gemeinschaft: Menschen, die füreinander da sind, sich gegenseitig unterstützen, nachfragen, wie es dem anderen geht, und gemeinsam durch diese Zeit gehen. Diese Qualität von Verbindung ist gerade jetzt besonders wertvoll.

 

Reife bedeutet, dass wir mit unseren Herausforderungen in Beziehung bleiben können. Dass wir Gegensätze und Spannung beinhalten können und sie nicht abwehren und externalisieren und sie damit zu „Anderen" machen – sie auf die Menschen projizieren,die es nicht richtig sehen. Innere Praxis und Arbeit führt zu Reifung – individuell wie auch kollektiv.

 

In Zeiten wie diesen können uns ein paar einfache Dinge unterstützen:

 

In Verbindung bleiben
Ruf jemanden an. Triff dich mit Familie oder Freund:innen. Gehe nicht allein durch diese Tage. Beziehung ist eine unserer stärksten menschlichen Ressourcen.

 

Pausen von den Nachrichten nehmen
Es ist wichtig, informiert zu bleiben – und gleichzeitig braucht unser Geist auch Ruhe. Erlaube dir bewusst, immer wieder Abstand vom Strom der Informationen zu nehmen.

 

Zum Körper zurückkehren
Ein paar langsame Atemzüge, ein kurzer Spaziergang oder ein stiller Moment können helfen, das Nervensystem zu beruhigen. Diese einfachen Formen der Regulation sind entscheidend, um nicht auszubrennen – auch wenn sie unserem komplexen Denken manchmal zu simpel erscheinen.

 

Kleine nährende Routinen pflegen
Tee, Musik, Lesen, Bewegung oder eine kurze Praxis. Solche kleinen Rituale schaffen Stabilität, wenn sich die äußere Welt unsicher anfühlt.

 

Unsere tiefe Menschlichkeit leben
Gerade jetzt ist es wichtig, füreinander da zu sein. Mitgefühl, Präsenz und kleine Gesten der Fürsorge – für Familie, Freund:innenNachbar:innen oder Kolleg:innen – schaffen ein Feld von Verbindung. Unsere Menschlichkeit ist es, die uns durch solche Zeiten trägt.

 

Diese Tage sind nicht einfach. Und sie werden vorübergehen. Was bleibt, ist die Stärke unserer Gemeinschaft, die Fürsorge füreinander und die Resilienz, die wir in uns selbst entdecken.

 

Mit Verbundenheit,


Thomas

Samstag, 9. Mai 2026

Vision des Wandels, letzter Teil

„Jede/r von uns ist eine weiterentwickelte Manifestation der unglaublichen, wunderbaren Kraft des Lebens, die sich über Milliarden von Jahren zu dieser reichen Komplexität entwickelt hat. Und als Teil des Lebens können wir wissen, dass wir die Wahl haben, diese Lebensenergie zum Wohle des Lebens einzusetzen. Das ist das Einzige, was wir jeden Tag tun können. Und wenn genug von uns das tun und sich mit anderen verbinden, die das auch tun, entsteht die Möglichkeit eines Wandels hin zu einer positiven Zukunft, die für uns alle so viel besser sein könnte.“

Interview mit Jeremy Lent (Autor des Buches ‚Ecocivilization‘) im neuesten Evolve-Magazin

Freitag, 8. Mai 2026

Vision des Wandels, Teil 5

„Wir können sehen, dass die Dinge nicht gut aussehen. Aber das Vertrauen in den nichtlinearen Aspekt der Entwicklung gibt mir das Gefühl, dass es sich für uns alle, denen diese Zukunft am Herzen liegt, lohnt, gemeinsam unsere Energie darauf zu verwenden, sie zu verwirklichen. … Diejenigen von uns, die in der relativ privilegierten Lage sind, zu erkennen, was vor sich geht, können bis zu einem gewissen Grad selbst entscheiden, worauf wir unser Leben, unsere Anstrengungen und unsere Aufmerksamkeit richten. Wir können dazu beitragen, diese Veränderungen zu bewirken. … All die verschiedenen Entscheidungen, die wir Tag für Tag treffen, haben einen Einfluss auf die Zukunft, die sich entfaltet. Niemand von uns kann sie so gestalten, wie wir es wünschen, aber wir sind Teil der Schöpfung von etwas, das möglich ist. Und das ist es, worauf ich im Grunde vertraue.“

Interview mit Jeremy Lent (Autor des Buches ‚Ecocivilization‘) im neuesten Evolve-Magazin

Donnerstag, 7. Mai 2026

Vision des Wandels, Teil 4

„Was wir sehen ist ein System, das aus den Fugen gerät (z.B. Unterdrückung, Gewaltzunahme, Zusammenbruch des Klimas, Aufstieg des Autoritarismus). Es ist schwer, mit Optimismus in die Zukunft zu blicken. … Auch wenn mein Ansatz darin besteht, die Möglichkeit einer grundlegend besseren Zukunft zu sehen, versuche ich nicht einfach so zu tun, als würde sie bestimmt eintreten und als müssten wir uns keine Sorgen machen. Ganz im Gegenteil.“

Interview mit Jeremy Lent (Autor des Buches ‚Ecocivilization‘) im neuesten Evolve-Magazin

Mittwoch, 6. Mai 2026

Vision des Wandels, Teil 3

„Einer der wichtigsten Punkte ist, dass die Menschen anfangen zu glauben, dass eine bessere Zukunft möglich ist. … Eine der Möglichkeiten, das Blatt zu wenden, besteht darin, zu erkennen, dass uns ein anderes System zur Verfügung steht. Wir sprechen hier nicht von einer Utopie, die es nie geben wird, sondern von einem System, das auf unsere menschliche Entfaltung zugeschnitten ist. Es gibt auf der ganzen Welt viele Beispiele von Gruppen oder Regionen, die mögliche Alternativen aufzeigen“

Dienstag, 5. Mai 2026

Vision des Wandels, Teil 2

„Diejenigen, die diese lebensbejahende, segensreiche Zukunft wollen, haben die Herzen und den Geist der meisten Menschen auf ihrer Seite. … Ich habe letztlich Vertrauen in dieses Potenzial, wenn genügend Menschen sich wieder mit dem verbinden können, was für uns wirklich bedeutsam ist. Dann kann dieses ganze System umgedreht werden.“

Interview mit Jeremy Lent (Autor des Buches ‚Ecocivilization‘) im neuesten Evolve-Magazin

Montag, 4. Mai 2026

Vision des Wandels, Teil 1

„Es geht um die Vision, die Grundlagen unseres Weltsystems umzugestalten, … so dass alle Wesen auf einer regenerierten Erde gedeihen können. … Ich vertraue auf die der menschlichen Natur innewohnende Fähigkeit, sowohl Gerechtigkeit, Fairness, Fürsorge füreinander, Fürsorge für die Gemeinschaft, wie auch Fürsorge für die lebendige Erde um uns herum zu wollen.“

Interview mit Jeremy Lent (Autor des Buches ‚Ecocivilization‘) im neuesten Evolve-Magazin

Sonntag, 3. Mai 2026

Such die Gesellschaft der Menschen, die die Wahrheit suchen und laufe vor denen weg, die sie gefunden haben.

Vaclav Havel

Samstag, 2. Mai 2026

mitwirken an Inseln des Neuen

Es gilt zu lernen, uns abzugrenzen von dem, was sich als destruktiv erwiesen hat und auch darauf beharrt, es zu sein. Inmitten des zerfallenden Alten können wir demgegenüber Lebensinseln der Hoffnung für das Kommende gestalten, die ihre eigenen Regeln haben. Auf diesen Inseln - seien sie geistig, seien sie neue Dörfer, Lebensgemeinschaften oder andere soziale Räume - können wir versuchen, die Regeln der Verbundenheit umzusetzen und sie konkret zu leben. Wir werden uns deshalb auch abkoppeln müssen von bestimmten Tendenzen des Destruktiven, auch wenn wir gleichzeitig immer Teil dessen bleiben werden. Es ist eine Gratwanderung, die jeden Tag neu austariert sein will.¨ Claus Eurich, Evolve 50, S. 36

Freitag, 1. Mai 2026

Was an uns liegt - der verlorene Sohn als Vorbild

 Wir stehen - als Mensch - aber auch in einer Bringschuld. Wenn wir uns als Teil des Ganzen sehen, dann sind wir auch konfrontiert mit Erfordernissen, was das Leben betrifft. Das zeigt sich etwa auch im Gleichnis vom verlorenen Sohn im Neuen Testament. Der Mensch als der Sohn hat sich das Erbe auszahlen lassen. In kürzester Zeit hat er dann alles verprasst und liegt entkräftet am Boden. Es umgibt ihn nichts mehr, was ihn noch hilft. In diesem Moment geht ein Ruck durch ihn, er steht auf, schüttelt den Staub ab und geht los, zur wahren Heimat hin. Und in diesem Moment kommt der Vater ihm mit offenen Armen entgegen. Nehmen wir in diesem Gleichnis den Vater als Sinnbild für Mutter Erde und den Sohn für die Menschheit. Es ist unsere Aufgabe, dieser Bringschuld nachzukommen, von uns aus immer den ersten Schritt zu gehen. Diese Verantwortung kann uns niemand nehmen. Das gilt auch persönlich. claus Eurich, Evolve 50, S. 36